Kommentar
Landratswahl Südliche Weinstraße: Liefern müssen noch andere als die FWG
Es ist ein guter Schachzug der FWG, bei der nächsten Landratswahl im April auf einen Kandidaten zu verzichten. Aber aus anderen Gründen, als ihr Kreisverband SÜW angibt.
So harmonisch die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner CDU und CDU-Landrat Dietmar Seefeldt auch sein mag: Zu einer Demokratie gehört, Menschen Wahlmöglichkeiten zu bieten. Und gerade eine ambitionierte Gruppe wie die FWG sollte in ihren Reihen einen Kandidaten haben, der sich dieses Amt zutraut.
FWG punktet auf Orts- und VG-Ebene
Vor allem in der Südpfalz, wo sie bei der jüngsten Kommunalwahl stark abgeschnitten und Sitze dazu gewonnen hat. Bad Bergzabern, Edenkoben, Offenbach, Insheim – wo die FWG einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt hatte, war sie erfolgreich. Davor hatte sie sich die Chefsessel in den VG-Rathäusern in Edenkoben und Herxheim gesichert. Wenn der gleiche Posten in zwei Jahren in Offenbach frei wird, stehen die Chancen für die FWG aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht schlecht, auch dort die Geschicke zu leiten.
Wenn die FWG aber auf Dauer ernst genommen werden möchte, muss sie auch bei der Landratswahl 2033 liefern und einen Kandidaten stellen. Dann sind auch die jungen Kräfte von heute, die beispielsweise in der Gemeinde Offenbach oder in der Verbandsgemeinde Edenkoben schon Verantwortung übernehmen, potenzielle Bewerber für höhere Ämter, sofern sie das wollten. Bis dahin ist das Ziel gesundes Wachstum, das in der Wirtschaft gleichermaßen gilt wie in der Politik, auch für die FWG im Kreis SÜW erreicht.
