Rhodt RHEINPFALZ Plus Artikel Erfolgreiche Jungwinzerin: Mutige Generation am Werk

Winzerin Katharina Krieger liebt die Natur – und ihren Beruf.
Winzerin Katharina Krieger liebt die Natur – und ihren Beruf.

Katharina Krieger gehört zu den besten Jungwinzern in der Pfalz. Nun wird sie als Markenbotschafterin unterwegs auf Messen sein. Diese sind neben dem Online-Geschäft immer noch wichtige Plattformen.

Katharina Krieger ist aus Liebe zur Natur und zum Wein selbst Winzerin geworden. Durch den elterlichen Betrieb und die tiefe Weinbauhistorie in ihrer Familie fühlt sie sich schon immer eng mit diesem Handwerk verbunden. Das zahlt sich nun aus: Die 30-Jährige aus Rhodt gehört in der Pfalz zu den 15 erfolgreichsten Jungwinzern und Jungwinzerinnen. Unlängst wurde sie dafür ausgezeichnet.

Auch außerhalb der Region unterwegs

Mehr als 40 Betriebe in der Pfalz hatten ihre Weine bei dem Wettbewerb zur Wahl gestellt. „Es freut mich sehr, dass ich die ,Junge Pfalz’ dieses Jahr noch einmal mitvertreten darf.“ Gemeinsam mit den anderen Ausgezeichneten, alle unter 36 Jahre alt, wird Katharina Krieger nun als Markenbotschafterin des Pfälzer Weins unter dem Namen „Die Junge Pfalz“ auf einigen Veranstaltungen in und außerhalb der Region unterwegs sein. „Die Präsenz auf Messen ist auch im digitalen Zeitalter weiterhin ein wichtiges Medium für die Kommunikation. Denn nirgendwo sonst trifft man so viele weinaffine Interessenten wie vor Ort. Der direkte Austausch im persönlichen Gespräch weckt dabei Vertrauen und Emotionen, die online oft nicht so schnell und nahbar vermittelt werden können“, sagt die Winzerin.

Blindverkostung der Weine

Zurück zum Pfalz-Wettbewerb: Eine sechsköpfige Jury, besetzt mit Top-Sommeliers, Händlern, Journalisten und Influencern aus ganz Deutschland verkostete blind die Weine der Bewerber, diskutierte und entschied gemeinsam über die Zusammensetzung der Gruppe 2024/2025.

„Diese Auszeichnung ist eine Wertschätzung für meine Arbeit und für meine Weine“, sagt die Südpfälzerin, die in Geisenheim Weinbau und Önologie studiert hat. Darüber hinaus konnte sie ihre Kenntnisse in Weingütern in der Pfalz, Südafrika, Österreich und in der Champagne vertiefen. „Insbesondere letzteres hat mich sehr für unsere eigene Sektproduktion beeindruckt.“ Der Austausch mit Winzerfreunden, Blindverkostungen und Besuche in andere Weinanbaugebiete seien gute Möglichkeiten, sich stetig weiterzuentwickeln. Mit welchem ihrer „Tropfen“ sie letztlich bei der Blindverkostung gepunktet habe, sei ihr nicht mitgeteilt worden.

Winzerin: Mutige Generation am Werk

Nach Ansicht von Katharina Krieger ist in der Südpfalz eine „engagierte, qualitätsbewusste und mutige Generation an Winzern und Winzerinnen am Werk“, die einen offenen Austausch pflegt. „Wir verfolgen oftmals dieselben Ziele. Diese Verbundenheit schätze ich sehr“, sagt Katharina Krieger, die zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder rund 40 Hektar Rebenfläche konventionell bewirtschaftet. Die unverkennbare Typizität der südpfälzischen Kulturlandschaft sei einzigartig. Mit Riesling, Chardonnay und Spätburgunder lasse sich die Vielschichtigkeit unserer Lagen und unserer Böden äußerst präzise und authentisch herausarbeiten.

„Intakter Boden und gesunde Trauben“

„Meine Reben wachsen auf einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Gesteinsarten entlang an den Ausläufern des Pfälzerwaldes. Meine Intention dabei ist es, diesen Ursprung im Glas herauszuschmecken. Ein intakter Boden und gesunde Trauben sind dabei die wichtigsten Voraussetzungen“, betont Katharina Krieger. Auch eine achtsame und nachhaltige Arbeitsweise im Weinberg sei essenziell, „während im Keller Zeit und Geduld die Entwicklung meiner Weine bestimmen“. Beim Blick in die Zukunft sieht sie vor allem die Problematik der Wetterextreme. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar. „So stehen wir jedes Jahr vor anderen Herausforderungen. Die Natur ist unser höchstes Gut, deshalb arbeiten wir sehr achtsam und bewusst mit ihr.“

Social Media immer wichtiger

Katharina Krieger freut sich, wenn sie Menschen mit ihren Weinen neugierig machen und begeistern könne. „Wein verbindet uns und fördert die zwischenmenschlichen Begegnungen“, sagt sie. Die Begeisterung für das Thema Wein stellt die Winzerin auch anderweitig fest. „Menschen beschäftigen sich auf Social Media mit den Dingen, die sie interessieren, so zum Beispiel auch der Genuss von Wein“, stellt sie fest. „Für uns Winzer ist dies eine ideale Möglichkeit sich auch über die regionalen Grenzen zu präsentieren, neue Zielgruppen zu erschließen und damit auch neue Kunden zu gewinnen.“ Und das Vorhandensein eines Onlineshops sei spätestens seit der Corona-Pandemie nicht mehr wegzudenken. Denn das Online-Shopping werde immer beliebter, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Zeitersparnis, bemerkt die Jungwinzerin einen Wandel im Kaufverhalten.

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