Kreis Südliche Weinstraße RHEINPFALZ Plus Artikel Bornheim: Wie geht es weiter mit den Erweiterungsplänen von Michelin?

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Die Firma Michelin will ihr Landauer Reifenlager erweitern – auf Bornheimer Gemarkung. Doch dagegen gibt es Widerstand. Grund: Das Lager soll in einem Naturschutzgebiet entstehen. Die Kreisgrünen laden nun zusammen mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz, kurz BUND, für Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr, zu einer Diskussionsveranstaltung ins Bornheimer Rathaus ein.

„Da die geplante Erweiterung auf geschützten Naturflächen vorgesehen ist, sind angesichts aktueller Naturschutz- und Klimaschutzdiskussionen die Pläne so nicht akzeptabel“, heißt es in der Ankündigung für den Abend. Teilnehmen werden Vertreter der Grünen, des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und der Firma Michelin.

Firma will 20 Millionen Euro investieren

Zum Hintergrund: Michelin betreibt seit 1982 ein Reifenlager in Landau. Derzeit arbeiten dort rund 300 Menschen in drei Schichten, der Standort hat eine Fläche von 308.000 Quadratmetern und eine Lagerkapazität für rund 1,3 Millionen Reifen. Weil Landau auch das Ungarn-Geschäft von Michelin übernehmen soll, will das Unternehmen erweitern. Dafür kommt laut Michelin aber nur eine Fläche auf Bornheimer Gemarkung infrage. Dafür hat die Firma inzwischen 6,3 Hektar Land von Privatleuten gekauft. Auf dem Areal sollen Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern entstehen sowie 90 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Firma will rund 20 Millionen Euro investieren.

Bedenken wegen Umweltschutzes

Die zuständige Behörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt, prüft derzeit, ob das Projekt rein rechtlich überhaupt machbar wäre – beispielsweise aus Sicht des Umweltschutzes. Genau deshalb hat der BUND Bedenken gegen das Projekt angemeldet. Die Fläche liege in einem Vogelschutzgebiet, das Teil des Natura-2000-Gebiets sei, hieß es gegenüber der RHEINPFALZ. Solche Areale seien in der Obhut der Europäischen Union und streng geschützt. Brüssel müsste laut BUND zustimmen, sollte die Neustadter Behörde grünes Licht geben.

Rat hätte das letzte Wort

Um dieses Projekt am Ende wirklich in die Tat umsetzen zu können, bräuchte Michelin aber auf jeden Fall die Zustimmung des Bornheimer Gemeinderats. In der vergangenen Legislaturperiode war die Stimmung in dem Gremium bezüglich dieses Projekts jedoch geteilt. Der Gemeinderat könnte den Weg mit der Aufstellung eines Bebauungsplans freimachen.

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