Rinnthal RHEINPFALZ Plus Artikel Arbeiten an Fischtreppe verzögern sich

Auf der Baustelle in Rinnthal ruhen aktuell die Arbeiten.
Auf der Baustelle in Rinnthal ruhen aktuell die Arbeiten.

Die Bauarbeiten an der Fischtreppe in Rinnthal verzögern sich. Unvorhergesehene Probleme machen eine neue Planung notwendig. Wann geht’s weiter?

In Rinnthal soll eine Fischtreppe gebaut werden. Doch auf der Baustelle ruhen seit etwa zwei Wochen die Arbeiten. Der ursprüngliche Plan sah Angaben der Kreisverwaltung SÜW zufolge eine Fertigstellung nach etwa sechs Wochen Bauzeit vor, also Mitte Juli. Allerdings sei die Trockenlegung des Flusses an der Stelle schwieriger als anfangs gedacht. Die ersten vorbereitenden Arbeiten waren die Herstellung eines Zugangsweges und einer befahrbaren Queichsohle, wofür Steine im Flussbett versenkt wurden, sowie die Demontage des alten Mühlrades. Ursprünglich sollten im nächsten Schritt das Wehr abgesperrt und das Wasser durch ein Rohr umgeleitet werden. Mit absinkendem Wasserstand hätten sich allerdings Fließwege gezeigt, die vorher nicht ersichtlich gewesen seien, erklärt die Kreisverwaltung auf Anfrage. Das Baufeld liegt zwischen alten Häusern, und direkt hinter der Baustelle mündet ein historischer Mühlkanal in den Fluss. Das habe das Trockenlegen erschwert.

Da jeder Tag Stillstand Mehrkosten verursache, hätten Baufirma und Ingenieurbüro mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Jetzt teilt die Kreisverwaltung mit, es sei entschieden worden, das Bauwerk in seiner Position zu verschieben sowie Bauteile auf Magerbeton zu gründen. Mit diesem Plan soll die Arbeit ab der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. Sobald die Betonfertigteile im Gewässer platziert seien, sehe der Bauzeitenplan für die Restarbeiten zwei bis drei Wochen vor. Die großen Betonteile liegen bereits vor Ort auf einem der Grundstücke.

Queich soll durchgängig werden

Die Fischtreppe in Rinnthal ist als Teil des Durchgängigkeitskonzeptes der Queich geplant. Es sieht vor, Fischen und kleinen Wasserbewohnern die ungehinderte Wanderung zwischen ihren Lebensräumen und Laichgewässern zu ermöglichen. Teil des Konzeptes, das sich an der EU-Wasserrahmenrichtlinie orientiert, ist auch die Beseitigung weiterer Hindernisse im Verlauf der Queich. Darunter eine mit 1,40 Meter deutlich höhere Stufe im Nachbarort Sarnstall. Allerdings ergebe sich durch die schwierigeren Bedingungen dort eine komplexere Situation. Probleme seien neben der Fallhöhe vor allem die Überbauung der Queich und der laufende Betrieb des Wehrs. Deshalb sei die Hürde in Rinnthal zuerst angegangen worden. Die Kosten waren vor Baubeginn mit 206.000 Euro veranschlagt worden, die zu 90 Prozent vom Land getragen werden.

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