Kommentar
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Das Hornbach-Projekt ist ein Glücksgriff für Annweiler. Seit Jahren wünscht sich die Trifelsstadt ein Hotel, um den Tourismus anzukurbeln. Ob und wann die anvisierten Hotelprojekte am Kurpark und am Stadion umgesetzt werden, steht angesichts der unsicheren Corona-Lage in den Sternen. Die Hotelerweiterung in Bindersbach hingegen ist zum Greifen nahe. Zumal außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten mitten in der Natur und ein Wellnessbereich touristische Alleinstellungsmerkmale im Trifelsland wären.
Damit punkten zu können, sollte sich die Stadt nicht entgehen lassen. Auch wenn es kritische Stimmen zu dem Projekt gibt. Der Großteil der Bevölkerung begrüßt es, sogar viele Bindersbacher. Sie sehen, dass es nicht nur die Hornbachs, sondern auch die Stadt nach vorne bringen kann. Nun gilt es noch, die Lärm-Sorge-Fraktion abzuholen. Mit dem neuen Standort für den Hotel-Parkplatz außerhalb des Ortes ist dafür ein guter Anfang gemacht. Und dass sogar Baumarkt-Chef Albrecht Hornbach im Ortsbeirat auftauchen will, um für das Projekt zu werben, zeigt, dass er die Kritiker ernst nimmt.
Kompromisse zu finden, mit denen alle leben können: Dass die neue Stadtspitze das kann, hat sie schon ein paar Mal unter Beweis gestellt. Das funktioniert nur, indem man die Menschen anhört, ihre Bedenken aufgreift und nach Lösungsmöglichkeiten sucht. Dieses Vorgehen müssen Stadt und Hornbach beibehalten.
