Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Ärger über Alla-Hopp-Anlage wird zum Drama

Im Sommer war das Karussell zwischenzeitlich wieder nutzbar.
Im Sommer war das Karussell zwischenzeitlich wieder nutzbar.

Das Gezerre um die Spielgeräte auf der Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben ist ein Drama in mehreren Akten. Die Stadt muss sich durchsetzen.

Die Situation auf der Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben ein Trauerspiel ist. Die beliebte Spiellandschaft verliert an Attraktivität. Nach dem Abbau der Rutsche wird das Karussell als eine unzumutbare Lärmquelle betrachtet, weshalb es auf Beschwerden von Anwohnern und ihres Anwalts hin gesperrt ist. Selbst das Klettern auf dem benachbarten Baum ist untersagt.

In einer Salami-Taktik wird ein Spielgerät nach dem anderen aus dem Verkehr gezogen. Deutlicher kann Kindern und Erwachsenen nicht gezeigt werden, dass sie auf dieser generationenübergreifenden Anlage unerwünscht sind. Eltern finden keine Worte mehr, um die Maßnahmen zu erklären. Wie soll einem Fünfjährigen auch beigebracht werden, dass er und seine Kameraden draußen beim Spielen nicht laut sein dürfen, weil Anwohner dann vor Gericht ziehen.

Der Stadt muss man vorwerfen, dass sie den falschen Standort für die Anlage gewählt hat. Seit ihrer Eröffnung diskutiert sie mit Anwohnern und Anwälten. Die Verantwortlichen können sich das Geld für die Lärmschutzwände und die angedachte Einzäunung sparen und lieber gleich in die Umverlegung der Anlage an einen neuen Platz investieren. Sie könnte aber auch im Sinne der enttäuschten Familien endlich standhaft sein, statt auf Androhung Absperrbänder zu spannen.

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