Jahresrückblick 2022 Straßenbau: Weite Wege, hohe Kosten und reichlich Ärger

Der erste Bauabschnitt an der B420 ist bis auf einige Kleinigkeiten abgeschlossen. Zwar dürfen Autos derzeit passieren, Mitte Ja
Der erste Bauabschnitt an der B420 ist bis auf einige Kleinigkeiten abgeschlossen. Zwar dürfen Autos derzeit passieren, Mitte Januar wird sich das wieder ändern.

Momentan ist (wieder) ein Durchkommen. Doch die nächste Sperrung kommt bestimmt: Der Ausbau der B420 in der Ortsdurchfahrt Offenbach-Hundheim ist im Herbst angelaufen – und hat bereits gewaltige Wellen geschlagen.

Der Verdruss ist groß bei ungezählten den Verkehrsteilnehmern, die regelmäßig durchs Glantal fahren müssen, zwischen Offenbach-Hundheim und Lauterecken aber weite Umwege in Kauf nehmen sollen. Noch mal kräftig angewachsen ist der Frust bei Anliegern der Bundesstraße, die sich nun wohl noch weitaus tiefer in die Tasche greifen lassen müssen als befürchtet.

Kurz vor Weihnachten ist ihnen die Hiobsbotschaft ins Haus geflattert, dass sich die Anliegerbeiträge wohl verdreifachen gegenüber dem, was bei der Kalkulation vor vier Jahren an Kosten im Raum gestanden hatte. Zwar zahlt den Fahrbahn-Ausbau der Bund, der Baulastträger der Straße ist. Doch für die Neugestaltung der Trottoirs werden auch all jene herangezogen, die Liegenschaften entlang der Wege haben. Der Unmut ist groß. Auch bei Geschäftsleuten, die um ihre Existenz fürchten. Mit dem Modehaus Wenk hat bereits ein Unternehmen die Reißleine gezogen und dabei auch auf ausbleibende Kunden wegen der Verkehrsverhältnisse verwiesen.

Groß war die Empörung auch, als schon in der ersten Woche Autofahrer zur Kasse gebeten wurden, die entgegen der Anordnung eine innerörtliche Abkürzung genommen hatten.

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