Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Roseninsel: Wie der Abschnitt Kulturgarten künftig aussehen soll

Die Pläne für den Abschnitt Kulturgarten wurden jüngst vor Ort vorgestellt.
Die Pläne für den Abschnitt Kulturgarten wurden jüngst vor Ort vorgestellt.

Viele Beratungen fanden bereits zur Aufwertung des Areals rund um die Roseninsel statt. Bald will sie Ergebnisse sehen, betonte Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis bei einer Begehung. In Sachen Treffpunkt, den sich Jugendliche gewünscht haben, gibt es erste Planungen.

Eine Frischzellenkur der zentral, aber dennoch ruhig gelegenen Roseninsel ist ein wichtiges Projekt der Stadtsanierung in Lauterecken. Zahlreiche Beratungen fanden bereits statt. Jüngst stellte Roland Kettering vom Planungsbüro BBP den Mitgliedern des Sanierungsausschusses bei einem Rundgang vor Ort die Pläne für den Abschnitt Kulturgarten vor. Erste Arbeiten an den Bäumen sollen jetzt erfolgen, im zweiten Halbjahr 2024 bauliche Veränderungen, die möglichst noch im selben Jahr abgeschlossen werden sollen. Für die nahegelegene Stadtscheune rechnet der Planer 2025 mit ersten Maßnahmen.

Erhalten bleiben soll ein kleiner Rundweg auf dem Areal zwischen der Lauter. Die in die Jahre gekommenen, nur rund einen Meter breiten Wege mit Stolperfallen werden jedoch in der Form nicht erhalten bleiben. Der Ausbau soll rollstuhlgerecht und deutlich breiter mit etwa 1,80 Meter erfolgen, sodass auch Begegnungsverkehr möglich sein wird. Auch die Wegeführung wird sich leicht verändern, erklärte der Planer.

Aktuell noch kein Strom auf der Insel

In Flussrichtung rechts ist aktuell eine Absturzsicherung zur Lauter vorhanden, die entfallen soll, wenn der Weg mehr Abstand zum Fluss hat. Zudem werde es auch schon eine Zuwegung zur Stadtscheune geben – auch wenn dort bauliche Veränderungen wohl erst im Sommer 2025 starten werden. Aktuell läuft noch eine Machbarkeitsstudie und weitere Planungen, Genehmigungs- und Antragsverfahren stehen an, eventuell könnte der Vorbau der Stadtscheune noch vor der eigentlichen Sanierung abgerissen werden. An der Stelle könnte neben einem kleinen Platz zum Verweilen auch ein Fahrradständer aufgebaut werden, erklärte Kettering. Steinhauer-Theis ergänzte, dass dort eine Reparatursäule entstehen könnte, denn der Weg werde von Radfahrern rege genutzt.

Der Park als solcher werde früher fertig, wahrscheinlich in rund einem Jahr, jedoch müsse bei dem Bau berücksichtigt werden, dass Leitungen zur geplanten Toilette hinter der Stadtscheune verlegt werden müssen – eine Bohrung unter der Lauter hindurch werde nötig. Aktuell ist auch noch kein Strom auf der Insel.

Ausreichend Platz für Rollatoren und Rollstühle

Für den Parkbereich selbst müssen vor größeren baulichen Änderungen Zuschussanträge, Genehmigungen und Bewilligungen eingeholt werden. Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis hofft, dass Gas gegeben wird und nach vielen Beratungen und Planungen auch bald Ergebnisse sichtbar sind. Neben den Wegen soll auch die Beleuchtung erneuert werden, zahlreiche Bänke und im Boden fixierte Stühle in verschiedenen Richtungen aufgestellt werden – mit ausreichend Platz für Rollatoren oder Rollstühle daneben.

Die beiden Liegebänke bleiben erhalten. Die genauen Standorte sollen dann wieder vor Ort festgelegt werden. Im Durchgangsweg könnte eine Art „Kommunikationsraum“ in Form einer Pergola entstehen. Ein Stahlrahmen, mit Rosen berankt, würde den Namen der Insel aufgreifen. Das Grundkonzept steht und wurde von den Mitgliedern des Sanierungsausschusses gut aufgenommen. So waren sie sich auch einig, nur zu pflastern, was nötig ist, ansonsten möglichst viel Grün mitten in der Stadt zu erhalten.

Baumbestand weiter ausbauen

Und dennoch werden in der Vegetationspause wahrscheinlich Baumarbeiten erfolgen. Weichen werden wohl die meisten Nadelhölzer, die an Flussläufen untypisch sind, ansonsten sei der Baumbestand eher gut und soll weiter aufgebaut werden – mit ortstypischen Gewächsen, berichtete Kettering. Eine Tanne an der Spitze der Roseninsel soll gefällt, der Partnerschaftsstein versetzt werden, um den Blick auf das Wehr, die sich teilende Lauter und die historische Lauterbrücke freizugeben. Durch die Entfernung einer Eibe an einer der Brücken könnte ein neuer Platz für den Partnerschaftsstein entstehen.

Im Sommer fand mit Jugendlichen ein Workshop statt. Sie wünschten sich einen innenstadtnahen Treffpunkt im Freien. Anbieten würde sich eine Freifläche am Marktplatz, hieß es damals. Valerie Barchet vom Planungsbüro stellte die Ergebnisse vor. Die Wünsche der Jugendlichen seien gut umsetzbar, so könnte ein Fußball-Kleinfeld mittels Markierungen auf dem Festgelände entstehen. Ein Beach-Volleyballfeld oder auch ein Bereich zum Radfahren sind – trotz Überschwemmungsgebiet – möglich und auch nicht zu kostenintensiv, erklärte die Planerin. Ein Sitzbereich soll möglich robust und einfach gehalten sein, die Wegführung nicht mehr querfeldein, sondern an der Lauter entlang.

„Nicht nur vielleicht“ sollen die Arbeiten 2024 erfolgen, übte Steinhauer-Theis etwas Druck aus, denn auch hier möchte sie langsam Ergebnisse sehen. Der vorhandene Spielplatz soll erhalten, jedoch mit neuen Spielgeräten versehen werden.

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