Nebenbei bemerkt ... RHEINPFALZ Plus Artikel Nicht in allen Kuseler Parteien steht der Politik-Nachwuchs in den Startlöchern

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In der Wochenend-Kolumne „Nebenbei bemerkt ...“ beschäftigt sich Benjamin Ginkel mit Landrats- und Bürgermeisterkandidaten und Dörfern mit Zukunft.

Wir haben in den vergangenen Tagen in der Redaktion besonders viel diskutiert. Nicht nur öffentlich über die Frage, ob Sommer oder Herbst die schönere Jahreszeit ist – der Herbst natürlich –, sondern auch darüber, wen wir uns im kommenden Jahr als Kandidat oder Kandidatin für das Landratsamt vorstellen können. Oder eben nicht. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Dabei sind uns bei manchen Parteien jede Menge Leute eingefallen, die schon jetzt oder in den kommenden Jahren verantwortungsvolle Positionen anstreben könnten – ob es nun um Landrat, Bürgermeister einer Verbandsgemeinde oder Bundestags- und Landtagsmandate geht. Bei anderen Gruppierungen haben wir uns dagegen schwergetan. Wer den Artikel dazu aufmerksam liest, merkt, wen wir meinen. Hier und da sollte in Sachen Nachwuchsarbeit also unbedingt ein bisschen was getan werden, finden wir. Hier und da könnte dem politischen Nachwuchs vielleicht jetzt schon mehr zugetraut und mehr Verantwortung übergeben werden.

Landratswahltermin wohl im Sommer 2025

In den vergangenen Tagen ist uns außerdem aufgefallen, dass es sich – zumindest für uns als Beobachter des politischen Geschehens im Kreis Kusel – durchaus lohnt, den ein oder anderen Kommunalpolitiker in sozialen Medien im Auge zu behalten. Erhöhte Postingaktivitäten könnten nämlich durchaus ein Hinweis darauf sein, ob sich jemand in Stellung bringen möchte, ohne, dass er schon offiziell Interesse an einem Amt angekündigt hat.

Bleibt noch die Frage nach dem Landratswahltermin: Im Landkreis Südwestpfalz sind die Wähler bereits am 2. Februar 2025 dazu aufgerufen, ihren Landrat oder ihre Landrätin zu wählen. Das hat der Kreistag in Pirmasens gerade Anfang dieser Woche beschlossen – und dürfte in den Parteien dort einigen Aktionismus ausgelöst haben. Viereinhalb Monate sind keine lange Zeit, um Kandidaten zu nominieren und in Stellung zu bringen – schon gar nicht, wenn die nicht eh eine gewisse Bekanntheit haben. Da sieht’s im Landkreis Kusel offenbar etwas entspannter aus – Landrat Otto Rubly rechnet hier, wie er auf Anfrage sagte, mit einem Termin im Juni.

Hut ab vor der (Eigen-)Leistung!

Eine gewisse Bekanntheit haben in dieser Woche auch die Gemeinden erlangt, die sich für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angemeldet haben: Brücken, Etschberg, Oberweiler-Tiefenbach, Quirnbach und St. Julian. Wir waren zum Auftakt im Lautertal dabei und sind beeindruckt von den Leistungen der Dorfbewohner dort, die viele, viele Projekte in Eigenleistung gestemmt haben. Hut ab! Das ist längst nicht mehr selbstverständlich – gerade größere Gemeinden und Städte können davon ein Lied singen. In kleineren Dörfern ist es leichter, die Leute mitzunehmen – es gibt ja auch nicht so viele davon. Welche beiden Gemeinden in den Regionalentscheid einziehen, das wird nächste Woche bekannt gegeben.

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