Schönenberg-Kübelberg
Neubauprojekt auf Closter-Gelände verschoben: Unsicherheit für TuS Schönenberg
Schon zum Ende des Jahres 2023 hätte die Firma Closter ihr Betriebsgelände in der Bruchstraße in Schönenberg räumen sollen. Passiert ist bis heute nichts. „Die Frist wurde bis Ende 2025 verlängert“, sagt Seniorchef Armin Closter auf Anfrage der RHEINPFALZ. Investor Dieter Geimer bestätigt den Aufschub für den Autoverwerter. Zusammen mit der Schmeer Immobilienentwicklung und -vermarktung mit Sitz in Saarbrücken haben die Brüder Volker und Dieter Geimer im Jahr 2022 einen Großteil des Closter-Geländes sowie angrenzende Flächen gekauft, um entlang der Bruchstraße unter anderem einen Seniorenpark mit Bungalows und Haupthaus sowie Bereiche für Gastronomie, Freizeit und Sport zu bauen. Auf dem jetzigen Gelände des TuS Schönenberg sollen Wohnhäuser entstehen. Investiert werde, so viel ließ sich Dieter Geimer bei Bekanntgabe des Projekts entlocken, ein hoher zweistelliger Millionenbetrag.
„Aktuell gibt es nichts Neues“, sagt Dieter Geimer zu seinem Projekt in Schönenberg. Nach Angaben des Unternehmers, der zusammen mit seinem Bruder in Homburg ein alteingesessenes Autohaus betreibt, gibt es vorm endgültigen Baubeginn noch ein paar Dinge zu klären, das Gesamtprojekt sei aber nicht gefährdet. Zu diesem gehört allerdings auch der Kauf des jetzigen TuS-Sportgeländes und der Bau einer komplett neuen Sportstätte mit Sportheim und kleiner Turnhalle hinter dem Closter-Areal in Richtung Sportplatz Sand.
TuS beklagt schlechte Kommunikation
An der Zwerchstraße, wo heute noch die TuS-Fußballer kicken, sollen in Zukunft Wohnhäuser errichtet werden. Nur: „Wir haben seit Juni nichts mehr von den Investoren gehört“, beklagt TuS-Vorstandsmitglied Timo Molter die in seinen Augen schlechte Kommunikation. Aber der Verein brauche Gewissheit und müsse sehen, wie es auf seinem Gelände weitergeht. „Wir können ja nicht untätig bleiben und einfach zuschauen, wie unsere Halle verfällt“, sagt er. Deshalb soll noch in diesem Jahr ein Plan B erstellt werden, um die Zukunft des TuS selbst in die Hand zu nehmen. Es könne also passieren, dass der Verein, sollten die Investoren mit ihren Plänen nicht vorankommen, einen Teil seines Grundstücks verkauft, um mit dem Geld seine Sportanlage auf Vordermann zu bringen und zukunftsfähig zu machen. Damit ginge ein wichtiger Baustein des Geimer-Projekts verloren.
Für Armin Closter ist die erneute Verzögerung dagegen ein Segen. „Wir haben noch Ware im Lager, die verkauft werden muss“, sagt er. Mit der Fristverlängerung könne er mit seiner Autoverwertung ein Jahr länger Geld verdienen. Hätte er das Areal jetzt schon geräumt, stünde es leer, würde zuwuchern und bald würden „Hasen über das Gelände laufen, davon hätte niemand etwas“, sagt Closter. Immerhin: Auf einem Wiesengrundstück seien bereits Autowracks weggeräumt worden. Aber vor allem auf dem Areal gegenüber der Firma Ranker ist noch wenig von einem Rückzug des Autoverwerters zu sehen.