Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Räumung bis Ende des Jahres: Autoverwerter Closter macht Platz für Seniorenpark

Das Betriebsgelände des Autoverwerters Closter: Innerhalb des Geländes habe die Räumung schon begonnen, sagt der Seniorchef.
Das Betriebsgelände des Autoverwerters Closter: Innerhalb des Geländes habe die Räumung schon begonnen, sagt der Seniorchef.

Das geplante Bauprojekt in Schönenberg-Kübelberg mit Wohn- und Seniorenpark, Kleingewerbe sowie neuem Sportgelände für den TuS Schönenberg liegt im Zeitplan. Das sagen die Beteiligten. Aber zunächst muss bis Jahresende der Autoverwerter Closter den größten Teil seines Areals räumen.

Noch platzt das Betriebsgelände der Firma Closter in der Bruchstraße schier aus allen Nähten, Altautos stehen dicht an dicht, es wird geschraubt und gehämmert. Wenig deutet darauf hin, dass das Grundstück links der Straße (von der Firma Ranker kommend) bis Ende des Jahres geräumt sein muss. Doch der Eindruck täusche, sagt Armin Closter. „Von außen mag man das nicht sehen, aber innerhalb des Geländes hat die Räumung schon begonnen“, sagt der Seniorchef und fügt hinzu: „Wir schaffen das“.

Schon jetzt nehme die Firma Closter keine Fahrzeuge mehr an. Ersatzteile, die bis Ende des Jahres nicht verkauft sind, könnten allerdings auch 2024 noch auf einer deutlich kleineren Fläche gegenüber gehandelt werden. „So schnell kriegen wir nicht alles fort“, sagt Closter.

Wolf: „Ganz wichtiges Bauvorhaben“

Darüber, dass der Autoverwerter auf rund 7500 Quadratmetern gegenüber des jetzigen Betriebsgeländes auch nach dem 31. Dezember 2023 noch Ersatzteile verkaufen will, habe er „offiziell keine Informationen“, sagt Thomas Wolf. Der Ortsbürgermeister von Schönenberg-Kübelberg bleibt gelassen, er sieht das Projekt, das einen Wohn- und Seniorenpark sowie Kleingewerbe vorsieht, auf gutem Weg – „ein ganz wichtiges Bauvorhaben für uns“.

Die Ortsgemeinde habe ihre Hausaufgaben gemacht und das Gelände gegenüber der Firma Ranker als Mischbaufläche ausgewiesen. Wolf könnte sich dort beispielsweise einen Handwerkerpark vorstellen. Mit den Beteiligten des Projekts – den Investoren und dem TuS Schönenberg – sei er in ständigem Kontakt. Deren Aussagen „beruhigen mich“, sagt Wolf, alles sei im grünen Bereich.

Baupreisentwicklung schreckt nicht ab

Das bestätigt auch Dieter Geimer. Zusammen mit der Schmeer Immobilienentwicklung und -vermarktung mit Sitz in Saarbrücken haben er und sein Bruder Volker das Areal der Firma Closter gekauft. „Das Projekt läuft wie geplant“, sagt Dieter Geimer. Er geht davon aus, dass ab 2024 mit der Umsetzung begonnen werden kann, wenn die Firma Closter das bisherige Betriebsgelände übergeben hat. Dass Zinsen und Baupreise in den zurückliegenden Monaten gestiegen sind, schreckt ihn nicht ab. „Das ist nicht entscheidend“, sagt er.

Die Brüder Geimer (mit Wurzeln in Schönenberg-Kübelberg) führen in Homburg ein alteingesessenes Renault-Autohaus und sind über ihre Vermögensverwaltungsgesellschaft auch mit der Entwicklung von Immobilienprojekten vertraut. In Schönenberg-Kübelberg planen sie den Bau eines Seniorenparks mit Haupthaus und rund 50 Bungalows auf einem Teil des bisherigen Closter-Grundstücks sowie Gastronomie und Freizeitangebote.

Neuer Sportplatz gegen Bauplätze

Die Baupläne der Investoren machen allerdings nicht halt an den Grenzen des Closter-Areals mit seinen knapp 5,5 Hektar Größe, sondern umfassen insgesamt rund 13,4 Hektar Gesamtfläche. Einschließlich des Geländes des TuS Schönenberg. Der Deal: Die Investoren bauen dem Verein an anderer Stelle – hinter dem Closter-Areal, in Richtung Sportplatz Sand – eine neue Sportanlage mit zwei Spielfeldern. Auch der Bau einer kleinen Sporthalle und eines Sportheims ist geplant. Auf dem bisherigen TuS-Gelände an der Zwerchstraße entstehen im Gegenzug etwa 37 Bauplätze. Mit dem Verkauf der Bauplätze soll die Errichtung der Sportanlagen finanziert werden, sagt Dieter Geimer.

x