Glan-Münchweiler
Kommentar zur Volksbank: Der dritte Weg
„Die Wallstreet ist für Banker wichtig, trotzdem sind für uns die Haupt-, die Kirch- und die Dorfstraße noch wichtiger.“ Christian Dietrich gibt zu, diesen Spruch nicht erfunden zu haben. Aber der Vorstand zitiert ihn so gerne, weil er die Geschäftspolitik seiner Volksbank Glan-Münchweiler so gut beschreibe.
Werbebotschaften sind das eine, nackte Zahlen das andere. Die Fakten stimmen in Glan-Münchweiler. Der Wachstumskurs, den die kleine Bank aus dem Süden des Kreises Kusel geht, ist beeindruckend. Er ist Beleg dafür, dass es abseits von Online-Banking und intransparenten Gebührenmodellen noch einen dritten Weg gibt.
Die Großbanken sind schon lange beim Privatkundengeschäft auf dem Rückzug. Genossenschaftsbanken und auch Sparkassen, die diesen Weg ebenfalls einschlagen, beschädigen damit im ersten Schritt ihren Ruf und müssen im zweiten Schritt meist Kundenabgänge hinnehmen, auch wenn das öffentlich nur sehr selten eingeräumt wird.
Die Volksbank Glan-Münchweiler besetzt geschickt die Nische, die die Volksbank Kaiserslautern, die Sparda-Bank und auch die neue Sparkasse Kaiserslautern ihr bieten. Und stellt gleichzeitig mit dem anstehenden Wechsel im Vorstand die Weichen für die Zukunft.
