Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Gesundheitsplattform: 2027 wird’s nicht mehr weitergehen

Schon längst suchen Menschen, wenn sie einen Facharzt brauchen, weit außerhalb ihres Landkreises.
Schon längst suchen Menschen, wenn sie einen Facharzt brauchen, weit außerhalb ihres Landkreises.

Die neue Gesundheits- und Pflegeplattform für den Landkreis wird scheitern. Schade um das (Steuer-)Geld!

Keine Frage: Die Idee ist grundsätzlich gut. Mit nur wenigen Mausklicks herausfinden, was es an Gesundheitsangeboten und Medizinern in der Region gibt. Prima! Gibt’s aber schon: Google. Diese (und andere) Suchmaschinen liefern Nutzern die Infos, die sie für einen Arztbesuch oder einen Erstkontakt mit einem Pflegeheim brauchen.

Der Unterschied: Die Google-Infos hören nicht an der Kreisgrenze auf. Wer heute einen Facharzt sucht, tut das doch allein aufgrund der Wartezeiten längst nicht nur im eigenen Landkreis. Er oder sie blickt über die Grenze hinweg: Richtung Kaiserslautern, in den Saarpfalz-Kreis, nach Bad Kreuznach oder sogar noch weiter.

Regelmäßige Aktualisierung ist nötig

Die geplante Online-Gesundheits- und Pflegeplattform liefert nur dann einen Mehrwert, wenn Ärzte, Pflegeheime, Kursanbieter und Veranstalter regelmäßig die Inhalte aktualisieren. Doch das werden – wenn die anfängliche Euphorie für das neue Format verflogen ist – nur noch ganz wenige regelmäßig tun. Und ohne aktive Moderation ist die Gefahr groß, dass im Forum nur der Frust abgeladen wird.

In beiden Fällen braucht’s einen Menschen, der sich kümmert. Und Geld kostet ... Wie wir wissen, ist das im Kreis Kusel knapp. Ob’s also nach 2026 mit dem Portal weitergeht? Eher nicht.

Mehr zum Thema
x