Brücken RHEINPFALZ Plus Artikel Fehlende Mittel: Vorerst keine Sanierung im Innern der St.-Laurentius-Kirche

Die St.-Laurentius-Kirche wird wegen Arbeiten an den Schwesterkirchen zu einem der wichtigsten katholischen Gotteshäusern im Süd
Die St.-Laurentius-Kirche wird wegen Arbeiten an den Schwesterkirchen zu einem der wichtigsten katholischen Gotteshäusern im Südkreis.

Rechtzeitig zur Schließung der katholischen Kirche in Kübelberg sind an der Schwesterkirche in Brücken die Außen-Reparaturen fast fertig abgeschlossen. Rund eine halbe Million Euro war dafür notwendig. Zu viel, um im Inneren weiter zu sanieren.

Eigentlich war an der Kirche zunächst ein Innenanstrich geplant. Unschöne Wasserspuren sollten damit an den Wänden verdeckt werden. Doch dann sei klar geworden, dass das Dach der Kirche nicht dicht war, erläutert Dekan Michael Kapolka aus Schönenberg-Kübelberg. Daher habe zunächst die Ursache für die Wasserspuren beseitigt werden müssen.

In den vergangenen Monaten habe die Kirche ein neues Dach erhalten, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Michael Wilhelm. „Die Unterkonstruktion war zum Glück in Ordnung“, schildert er. Erneuert worden sei auch der Putz, zudem seien defekte Fensterelemente repariert worden.

Kosten über Plan

Die ursprünglichen Planungskosten von 500.000 Euro seien um 75.000 Euro überschritten worden. 60 Prozent der Baukosten zahle das Bistum Speyer, die restliche Summe müsse von der Kirchenstiftung übernommen werden, betont Wilhelm. Es würden Spenden entgegen genommen, allerdings müsse der größte Teil aus den Rücklagen der Stiftung entnommen werden. Wilhelm: „Damit ist die Finanzkraft unserer Kirchenstiftung erschöpft.“ Auf absehbare Zeit werde es daher keine Innenrenovierung geben können. Zwar sehe es aktuell in der Kirche nicht gerade schön aus, doch „eine Renovierung im Inneren ist derzeit finanziell nicht möglich“, sagt auch Dekan Michael Kapolka.

Die letzte Innenrenovierung fand vor mehr als 30 Jahren statt. Außen wurde die Kirche 1984 neu angestrichen. Wie Markus Bauer in einem Buch über die Kirchen der Region erwähnt, wurde die Kirche nach Plänen des Diözesanbaumeisters Wilhelm Schulte erbaut. Architekt war Günter Schuck aus Schönenberg, realisiert wurde der Bau durch die Firma Hanz aus Glan-Münchweiler. Blickfang sind die zwölf farbigen Doppelfenster an der Ostseite, die die Apostel samt Symbolen zeigen.

Zuletzt geschlossen

Die 1955 eingeweihte St.-Laurentius-Kirche war während der Arbeiten länger geschlossen. Wegen des Baugerüsts war nur ein Zugang möglich; wegen Corona hätte es einen weiteren geben müssen. Es wurden auch neue Dachrinnen und Abläufe installiert. Begleitet wurden die Arbeiten von einem St. Wendeler Architekturbüro. Es seien nun nur noch wenige Restarbeiten notwendig, berichtet Pfarrer Kapolka. Die Kirche wird nun eines der Haupt-Gotteshäuser im Südkreis sein. Die Kübelberger Kirche ist wegen Bauarbeiten mindestens drei Jahre gesperrt, und in Ohmbach muss eine neue Heizungsanlage eingebaut werden.

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