Kreis Kusel Corona-Folgen: Arbeitslosenquote im Kreis Kusel steigt auf 4,8 Prozent
Die Corona-Krise zeigt auch im Mai ihre Auswirkungen am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote im Kreis Kusel ist um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent gestiegen und liegt damit 0,6 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. 1815 Menschen waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet – 98 mehr als im April und 246 mehr als im Mai 2019.
Laut Arbeitsagentur nutzen viele Unternehmen nach wie vor Kurzarbeit, um die Zeit ohne Aufträge, Lieferungen und Kunden zu überbrücken. Während die Kurzarbeit im ersten Halbjahr 2019 nahezu keine Rolle gespielt habe, habe die westpfälzische Agentur für Arbeit im Jahr 2020 bereits mehr als 25 Millionen Euro Kurzarbeitergeld ausgezahlt. Pfalzweit stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit liegt zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent über Vorjahr“, sagt Peter Weißler, Leiter der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens. Er hofft, „dass die erfolgten Lockerungen für neuen Schwung in der Wirtschaft sorgen“. In den kommenden Tagen wolle die Agentur Menschen, die in Kurzarbeit sind oder sich vorübergehend arbeitslos melden mussten, gezielt anrufen, „um abzufragen, ob eine Wiedereinstellung in Frage kommt oder wir Alternativen ins Auge fassen müssen“.
Ein Blick auf das Stellenangebot macht laut Weißler „Mut für die Sommermonate“. In den vergangenen vier Wochen wurden von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Kusel 37 zu besetzende Stellen gemeldet – zwar 27 weniger als im Mai 2019, aber immerhin 24 mehr als im Vormonat. Damit befanden sich zum Zähltag 325 offene Stellen im Bestand.