Kreis Kusel
(Kuseler) Bauer sucht Frau: Im Fernsehen die große Liebe finden
„Wir waren bei Freunden, haben Pizza bestellt und Fernsehen geschaut. Als Werbung für ,Bauer sucht Frau’ kam, meinten sie auf einmal: Da melden wir dich an!“, erinnert sich Max – seinen Nachnamen möchte er nicht nennen. Das war bereits im April des vergangenen Jahres. Nun wirklich Teil der Sendung zu sein, damit hätte er nicht gerechnet. „Ich dachte mir: Die nehmen mich sowieso nicht.“ Umso überraschter war er, als RTL ihn Ende Dezember wirklich kontaktierte. Nun wolle er die Chance nutzen. „Wegen Corona war es die letzten beiden Jahre schwierig, jemanden kennenzulernen“, erklärt der 26-Jährige.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Sender sei alles Schlag auf Schlag gegangen. „Ich habe Bilder eingesendet, ein Vorstellungsvideo gedreht, viele Gespräche geführt und nicht viel später bereits von einem Kamerateam Besuch auf dem Hof bekommen“, berichtet der Landwirt. Denn: An Ostermontag wurden die Bauern der neuen Staffel bereits im Fernsehen vorgestellt. Für den Beitrag habe Max das erste Mal vor der Kamera gestanden – eine positive Erfahrung, wie er berichtet: „Das Team war locker und freundlich und ich konnte über das reden, was ich gerne mache. Ich habe mich wohlgefühlt und alles hat direkt gut funktioniert.“
Nur positive Reaktionen
Von seiner Teilnahme an dem Fernsehformat habe nur der engste Bekanntenkreis gewusst. „Dementsprechend hat mein Handy an Ostermontag nicht mehr stillgestanden“, sagt Max lachend. Die Reaktionen seien durchweg positiv gewesen. „Die finden das alle super“, sagt er und freut sich. Auch von Fremden sei der Jungbauer bereits angesprochen worden. Stören würde ihn dies aber nicht: „Falls es bei ,Bauer sucht Frau’ doch nicht klappen sollte, macht es das in Zukunft vielleicht einfacher, jemanden kennenzulernen.“
Max zeigt sich jedoch optimistisch: „Ich verfolge die Sendung bereits seit einigen Jahren und es sind viele Teilnehmer dabei, bei denen es funktioniert hat.“ Wichtig sei ihm, immer authentisch zu bleiben. „Mich zu verstellen, bringt mich nicht weiter. Die Frau soll mich so kennenlernen, wie ich bin“, betont er. Wie er sich seine Traumfrau vorstellt, beschreibt der Jungbauer in seinem Vorstellungsvideo: „Mein größter Traum ist es, dass ich eine Frau kennenlerne, die humorvoll ist, Quatsch mitmacht, nicht ganz so ernst ist, einfach ein ganz normales Mädchen.“
Dreharbeiten ab Sommer
Die Dreharbeiten für „Bauer sucht Frau“ beginnen bereits im Sommer, aufgeregt sei der 26-Jährige aber noch nicht. „Das wird allerdings schwieriger, wenn die ,Hofdamen’ kommen“, weiß er. Die Nervosität werde dann wohl weniger der Kamera, sondern mehr den Besucherinnen geschuldet sein. „Man will ja zeigen, was man macht. Schön wäre natürlich, wenn die Frau auch Interesse daran zeigt“, erzählt er. Denn die Landwirtschaft ist Max’ große Leidenschaft: „Ich bin da hineingeboren. Und wenn man einmal Spaß daran gefunden hat, kommt man nur schwer wieder davon weg.“
Der Jungbauer lebt gemeinsam mit seinen Eltern und zwei Brüdern auf einem Hof. Hinzu kommen Rinder, Schafe, Hühner und Ziegen. Max’ Vater ist ebenfalls Landwirt und betreibt einen konventionellen Betrieb mit Acker- und Grünland sowie Rindvieh. „Da helfe ich mit, aber ich habe meinen eigenen Bio-Betrieb“, erzählt er stolz. Seit vier Jahren betreibe er ökologischen Ackerbau: „Das mache ich aus voller Überzeugung!“ Neben Bio-Getreide pflanze er auch Sonderkulturen wie Sonnenblumen, Leinsamen, Linsen und Iberischer Drachenkopf an. Dem passionierten Landwirt mache es Spaß, Neues auszuprobieren: „Ich möchte mit meinen Produkten herausstechen.“ Gleichzeitig sei ihm Nachhaltigkeit wichtig, weshalb er seine Produkte lokal verkaufen möchte.
Hobby: Skifahren
Auch wenn Bauer Max viel Zeit in die Landwirtschaft investiere, mache er dies nur im Nebenerwerb. Hauptberuflich arbeite er als Schneidwerkzeugmechaniker, was ihm jedoch nicht weniger Freude bereite: „Ich mache nur Dinge, die mir Spaß machen – egal ob im Beruf oder als Hobby.“ So sei neben der Landwirtschaft das Skifahren seine zweite große Leidenschaft. Da er als Landwirt zwischen März und Oktober besonders viel Arbeit habe, seien Sommer-Hobbys eher suboptimal.
Für die kommende Zeit hat sich Max vorgenommen, alles einfach auf sich zukommen zu lassen: „Es kommt, wie es kommt“, sagt er gelassen. Er habe keine Zeit, sich jetzt schon verrückt zu machen. Besonders gespannt sei er, ob sich auch eine Frau bewirbt, die er schon kennt. „Aber wenn sie die Richtige ist, ist es mir egal, ob sie aus dem Nachbarort oder aus München kommt“, erklärt er mit einem Zwinkern. Denn sein Ziel ist ganz klar: „Ich möchte die Frau fürs Leben finden.“