Kusel / Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel 60.000 Einsätze pro Jahr mit leichter Tendenz nach oben

Die Rettungswache in Kusel am Krankenhaus ist eine von 13 in der Westpfalz.
Die Rettungswache in Kusel am Krankenhaus ist eine von 13 in der Westpfalz.

Die Anzahl der Einsätze zur Notfallrettung in der Westpfalz ist nach Darstellung des DRK-Rettungsdienstes in den zurückliegenden Jahren stabil – mit leicht steigender Tendenz. Rund 60.000 Einsätze gebe es pro Jahr in dem Einsatzgebiet mit 420.000 Einwohnern, sagt Geschäftsführer Axel Gilcher im RHEINPFALZ-Gespräch.

Hingegen seien die Einsätze im sogenannten qualifizierten Krankentransport rückläufig. Denn durch den Wegfall von Krankenfahrten, bei denen keine medizinische Betreuung nötig ist, sei der qualifizierte Krankentransport entlastet worden. Damit könne die eigentliche Aufgabe, „Patienten zu befördern, die eine medizinische Betreuung benötigen“, besser wahrgenommen werden, erläutert Gilcher.

Impfquote 97 Prozent

Die Corona-Pandemie habe die Arbeit der Rettungskräfte erschwert, bilanziert er. Mit Blick auf einen optimalen Infektionsschutz seien viele Einsatzabläufe angepasst worden. Die Impfpflicht für Einrichtungen sei umgesetzt, bei den Mitarbeitern liege die Impfquote bei nahezu 97 Prozent.

Dem Rettungsdienst Westpfalz stehen dem Geschäftsführer zufolge rund 50 Fahrzeuge zur Verfügung. Neben Rettungswagen umfasst die Flotte Fahrzeuge für Notarzteinsätze, mit intensivmedizinischer Ausrüstung und für Krankentransport.

Verteilt über das Einsatzgebiet, das neben der Stadt Kaiserslautern die Landkreise Kaiserslautern und Kusel sowie den Donnersbergkreis einschließt, gibt es unter der Regie des DRK-Rettungsdienstes 13 Rettungswachen. Deren Standorte orientierten sich an der Frist zur Hilfeleistung, wonach ein Einsatzfahrzeug innerhalb von 15 Minuten am Ort des Notfalls eintreffen muss, sagt Gilcher.

Warten auf Verwaltungsvorschrift

An einigen Standorten seien die Rettungswachen in Provisorien untergebracht, ergänzt der Rettungsdienst-Geschäftsführer: in Schwedelbach im Bauhof, wo das Rote Kreuz mit den Maltesern kooperiert, in Alsenz in einer temporären Containerlösung, in Winnweiler bei der Feuerwehr.

Für Bauvorhaben fehle noch immer eine Verwaltungsvorschrift zum geänderten Landesgesetz über Rettungsdienste, sagt Gilcher. Dabei geht es um die neu geregelte Finanzierung. So wird ein Viertel der Baukosten einer Rettungswache von deren Betreiber übernommen. Für 75 Prozent musste bisher die Standortkommune aufkommen musste, künftig wird der Betrag auf alle beteiligten Gebietskörperschaften entsprechend derer Einwohnerzahl umgelegt. Auch beim Neubau der Rettungswache Schönenberg-Kübelberg warte man auf diese Vorschrift, ergänzt Gilcher.

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