Kusel Zur Sache: Neues Konzept zeitigt erste Erfolge
Nein, Petrus meinte es zwischenzeitlich wirklich nicht gut mit den Betreibern und Besuchern des Lauterecker Heimatfestes. Dennoch tat dies der Feierlaune der Besucher keinen Abbruch. Sowohl am Freitag als auch am Samstag waren Festplatz und Festzelt sehr gut besucht. Alles steht in diesem Jahr kompakter auf dem Festplatz, außerdem fallen Autoscooter und Berg- und Talbahn direkt ins Auge. Sie konnte Veranstalter Thorsten Barz von der Eventagentur Speed of Sounds wieder mit ins Boot holen, ebenso wie manch anderen Schausteller früherer Heimatfeste. Auch das Festzelt steht nun wesentlich zentraler auf dem Platz. Schon am Freitag war es dort rappelvoll: Zur Tanzshow mit über zehn Tanzgruppen kamen etliche Zuschauer und blieben auch im Anschluss noch bis tief in die Nacht. „Trotz dessen, dass wir einen DJ hatten, der vor allem ,neuere` Musik auflegte, hatten wir auch hier ein gemischtes Publikum mit jüngeren und älteren Gästen“, merkt Barz an. Er zeigt sich zufrieden. Er lobt nochmals die Stadt Lauterecken und alle Beteiligten für die Zusammenarbeit. Ein für viele sicherlich ungewohntes Bild bot sich am Samstag: Bereits am frühen Abend waren die meisten Tische im Zelt zur Bauchredner- und Zaubershow von Frank Lorenz besetzt. Für Groß und Klein gab es hier Zaubertricks zum Staunen und jede Menge Spaß mit seiner Handpuppe, dem Affen Charly. Mit ihm wurde er auch durch die Fernsehsendung „Das Supertalent“ bekannt. „Das war uns wichtig, dass wir auch Familien besser mit einbeziehen und dass wir für jeden etwas anbieten“, erklärte Barz. Und die Besucherzahl gab ihm recht. Im Anschluss an die Show gab Lorenz noch geduldig Autogramme, während es draußen auch noch voller wurde. Solange das Wetter mitspielte, nutzten dies viele aus und machen es sich im Bier- und Weingarten gemütlich. So auch Berthold Neurohr und Sonnhardt Maurer. „Das Zelt steht hier besser als vorher. Das haben sie wirklich schön gemacht“, loben die beiden. Claudia Kaiser ist mit ihrem Pizzastand zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder hier. Früher war das Heimatfest für sie immer ein fester Termin, nun wird es dies vielleicht wieder. „Wir stehen am selben Platz, wo wir immer gestanden haben. Allerdings müssen wir noch abwarten, wie es wird. Gestern war das Wetter leider schlecht“, erzählt sie. Allerdings mache ihr sowieso das Abendgeschäft mehr Spaß. Dann sei eben mehr los. „Die Leute kommen vom Feiern, haben ein paar Bier und Wein getrunken, holen sich zum Abschluss noch eine Pizza und am nächsten Tag geht’s ihnen gut“, findet sie lachend. In der Zwischenzeit beginnt im Zelt die dreiköpfige Band Ara aus St. Wendel. Akustik, unplugged, spielen die drei sowohl große Hits aus der Vergangenheit als auch bekannte Songs aus den Charts. Genau das Richtige zum Einstimmen. Schließlich ist es ja noch früh. Dennoch liefern die drei einen guten Auftritt ab, bevor Katana die Bühne betreten und vor proppenvollem Zelt die Stimmung zum kochen bringen. Bis zum Schluss war das Zelt auch am Samstag voll besetzt, und Katana rissen mit ihren Covern vieler großartiger Bands alle mit. „Wir sind mit den ersten beiden Tagen wirklich sehr zufrieden“, fasste Barz zusammen.
