Kusel Warten auf einen Hausarzt ist vorbei

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Viele Patienten in Wolfstein können aufatmen: Ab 1. Oktober wird die ehemalige Praxis von Gerd Schworm in der Hauptstraße in Teilzeit von Berthold Stober, Allgemeinmediziner aus Glan-Münchweiler, betrieben. Stober ist beim Medizinischen Versorgungszentrum Conmedico in Meisenheim angestellt.

„Die Anstellung von Berthold Stober ist fix. Wir werden die Praxis Anfang Oktober öffnen“, sagte Gregor Mainzer, kaufmännischer Leiter und Prokurist des Medizinischen Versorgungszentrums Conmedico in Meisenheim, gestern auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Bereits vor einigen Wochen hatte Conmedico angekündigt, den Arztsitz von Gerd Schworm, der seine Praxis zum 30. Juni dieses Jahres aufgegeben hatte, erwerben zu wollen und einen Arzt für die medizinische Tätigkeit abstellen zu wollen. „Das ist mittlerweile passiert“, ergänzte Mainzer. Berthold Stober hatte im vergangenen Jahr seine Praxis in Glan-Münchweiler nach mehr als 30 Jahren aufgegeben. „Unser Modell besteht darin, dass Conmedico unter anderem das Personalmanagement sowie das Abrechnungssystem übernimmt und die Ärzte sich voll und ganz dem medizinischen Bereich widmen können“, beschreibt Mainzer. Berthold Stober war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. „Es ist erfreulich, dass sich die Mühen und vielen Gespräche nun auch lohnen“, sagte Egbert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein. Die genauen Öffnungszeiten allerdings seien bislang noch nicht bekannt. „Diese werden noch im September veröffentlicht, so dass es unmittelbar nach der Praxiseröffnung nicht zu allzu langen Wartezeiten für die Patienten kommt“, ergänzte Jung. Etwas in der Schwebe ist derzeit die Situation der bereits am 30. März geschlossenen Arztpraxis von Walter Christian Rubel in Wolfstein. Zwar gebe es von Seiten Conmedicos Überlegungen, auch diesen Arztsitz zu übernehmen. In trockenen Tüchern sei aber noch nichts, sagten Mainzer und Jung gestern. „Wir sind erst spät aktiv geworden, da wir lange nichts von der Praxisschließung wussten“, ergänzte Mainzer. Trotz Werbeoffensive der Stadt Wolfstein und auch des Westpfalz-Klinikums gebe es für die Praxis keinen Interessenten – für Lauterecken allerdings schon, sagte der Verbandsbürgermeister. „Eine Medizinerin aus dem Raum Idar-Oberstein hat Interesse bekundet, will allerdings nur bis Lauterecken fahren“, erläuterte Mainzer. Nun überlege man, den Arztsitz – unter Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung – in die Veldenzstadt zu verlegen, um diesen nicht vollends zu verlieren. „Nach der Schließung der Praxis haben wir ein halbes Jahr Zeit, einen Nachfolger zu finden. Ansonsten wird die Arztstelle für den gesamten Planungsbereich, sprich den Landkreis Kusel, frei“, schilderte Jung. Sollte es mit dem Erwerb des Sitzes durch Conmedico und der Verlegung nach Lauterecken klappen, sei dies allerdings nicht endgültig. „Das ist kein böser Wille. Wir haben der Stadt Wolfstein zugesagt, dass wir den Arztsitz bei Interesse eines jungen Mediziners gerne wieder zurückverlegen“, ergänzte der kaufmännische Leiter gegenüber der RHEINPFALZ. (hlr)

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