Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die Arbeiten an der Feuerwache Ramstein laufen

Das zweite Stockwerk steht: Zimmermann Fabian Wrettos von der Holzbau Müller GmbH, Pirmasens, verkündet den Richtspruch.
Das zweite Stockwerk steht: Zimmermann Fabian Wrettos von der Holzbau Müller GmbH, Pirmasens, verkündet den Richtspruch.

Die Sanierung der im Jahr 1980 eröffneten Feuerwache in Ramstein geht voran. Ein zweites Stockwerk, in das eine Atemschutzübungsstrecke kommen soll, ist bereits errichtet. Sie kann künftig von allen Wehrleuten im Kreis genutzt werden.

Franz-Joseph Preis ist beim Richtfest der Wache „Auf der Pirsch“ am Montagnachmittag quasi in Doppelfunktion dabei: Als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach und als Leiter des Bauhofs der Verbandsgemeinde. Er begleitet den Umbau als Bauleiter und ist mit dem Fortschritt sehr zufrieden. „Es geht gut voran. Vor acht Tagen kam das Dach drauf, und am Nikolaustag sollen im Obergeschoss die Fenster eingebaut werden“. Die Ausschreibung für die neuen Fenster, die im Erdgeschoss im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Altbestands erneuert werden sollen, laufe.

Dass es jetzt in Ramstein eine eigene Atemschutzübungsstrecke geben wird, sei eine „immense Errungenschaft“, sagt Preis, der seit 1976 zur Blaulichtfamilie gehört. Seinerzeit ist er in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Einmal im Jahr müssen die Atemschutzträger laut Dienstvorschrift Belastungs- und Orientierungsübungen unter realitätsnahen Bedingungen durchführen. Dazu habe man bisher immer zu den Berufsfeuerwehren nach Kaiserslautern, Homburg und Rodalben fahren müssen, so Preis. Dieser Aufwand falle jetzt weg. Die Atemschutzübungsstrecke könne künftig von allen Wehrleuten im Kreis genutzt werden. Sie sei von außen zugänglich und könne leicht desinfiziert werden, falls noch einmal ein ähnlicher Fall wie Corona auftrete, nennt der Wehrleiter weitere Vorteile.

Baukosten belaufen sich auf rund 2,1 Millionen

Auf insgesamt 2,1 Millionen Euro sind die Bauarbeiten an der Wache veranschlagt. Zu den Arbeiten gehören laut Ralf Hechler, Stadt- und Verbandsbürgermeister (CDU), neben dem weiteren Stockwerk und der Übungsstrecke unter anderem auch die Erneuerung der Dächer und Beseitigung von Wasserschäden im Inneren. Vom Land gibt es einen Zuschuss von 439.000 Euro und für die Atemschutzübungsstrecke wird ein Zuschuss des Landkreises in Höhe von 130.000 Euro erwartet.

Auf das Dach werde eine Photovoltaikanlage kommen. Daneben werde zurzeit die Möglichkeit geprüft, die Feuerwache zusammen mit dem in der Nähe liegenden Bauhof, dem Hotel Europa, dem Landgasthof Pirsch und einem Wohnhaus an ein Nahwärmenetz anzuschließen, sagte Hechler zur energetischen Versorgung.

Im Gegensatz zu anderen Verbandsgemeinden habe in Ramstein-Miesenbach nicht jeder Ort sein eigenes Spritzenhaus, weist der VG-Chef auf eine Besonderheit hin. Die freiwillige Feuerwehr habe eine Außenstelle in Niedermohr und diese, am Standort Ramstein-Miesenbach. Dort sei auch ein großer, zentraler Schulungsraum. Rund 90 Ehrenamtliche sind aktiv im Dienst. Etwa 30 der Freiwilligen seien gleichzeitig auch im Katastrophenschutz tätig. „Wir haben hier einen sehr hohen Ausbildungsstand“, lobt Hechler, der davon ausgeht, dass die Bauarbeiten bis etwa September 2025 beendet sind.

So haben wir bisher über die Arbeiten an der Feuerwache Ramstein berichtet:

Feuerwache soll erweitert und saniert werden

Was bei Umbau der Feuerwache alles geplant ist

Wehrleiter Franz-Joseph Preis
Wehrleiter Franz-Joseph Preis
Trainieren unter realitätsnahen Bedingungen wie bei der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern: Das wird bald auch in Ramstein möglich s
Trainieren unter realitätsnahen Bedingungen wie bei der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern: Das wird bald auch in Ramstein möglich sein.
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