Ramstein-Miesenbach
Was beim Umbau der Feuerwache alles geplant ist
Völlig neu gestaltet wird das Dach über dem Verwaltungs- und Sozialtrakt. Die zwölf Zeltdächer, die bislang das Bild des Feuerwehrhauses in der Straße „Auf der Pirsch“ prägten, werden komplett verschwinden und durch ein Pultdach ersetzt. Das erklärte Ralf Hechler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach (CDU), am Freitag bei einem symbolischen Spatenstich, mit dem die Bauarbeiten für das Millionen-Projekt offiziell begonnen wurden.Hechler erinnerte daran, dass die Zeltdächer der Anfang September 1980 in Betrieb genommenen Feuerwache seit Jahren Probleme bereiteten. Immer wieder sorge durch die Decke dringendes Wasser für Ärger und auch für Schäden, außerdem sei eine energetische Sanierung des Gebäudes seit Jahren ebenfalls hinfällig.
Atemschutzübungsstrecke für alle Wehren im Kreis
Da der Feuerwehrstandort in Ramstein künftig die Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren im Landkreis Kaiserslautern zentral beherberge, habe man dies im VG-Rat zum Anlass genommen, die Sanierung von Dach und Verwaltungsgebäude in Angriff zu nehmen und gleichzeitig beschlossen, den zur Straße gerichteten Teil des Traktes um eine Etage aufzustocken. Dort sollen, so die Pläne für den Umbau, die eigentliche Übungsstrecke sowie die dafür notwendigen zusätzlichen Räume wie ein Leitstand und ein Konditionsraum Platz finden. Bereits vollendet sei der Bau einer Atemschutzwerkstatt, die eine Kooperation mit der VG Bruchmühlbach-Miesau sei. „Wir warten ihre Atemschutzgeräte, sie waschen dafür unsere Schläuche“, sagte Hechler.
Erste Beschlüsse zum Umbau der Feuerwache fasste der Verbandsgemeinderat im Juli 2020, im Februar 2021 habe man einen Zuschussantrag gestellt, der von der ADD bereits im Juli 2021 bewilligt wurde. Daraufhin habe man, so Hechler weiter, Anfang März 2022 den Bauantrag bei der Kreisverwaltung gestellt. Dass die Baugenehmigung bis zum Dezember vergangenen Jahres auf sich warten ließ, lag, so der VG-Bürgermeister weiter, unter anderem ironischerweise daran, dass die Kreisverwaltung Probleme bei der Prüfung des Brandschutznachweises für den Umbau angemeldet hatte, so dass Nachbesserungen notwendig geworden seien.
Obergeschoss in Holzständerbauweise
Mit dem Rückbau des Dachs werde in den nächsten Tagen begonnen. Das neue Obergeschoss wird komplett in Holzständerbauweise ausgeführt, was ein möglichst leichtes Bauen ermöglicht. Da die Atemschutzübungsstrecke Teil des Katastrophenschutzes des Landkreises ist und somit auch von anderen Wehren genutzt wird, bekommt das Gebäude einen zweiten Zugang zum Obergeschoss über eine Außentreppe, der gleichzeitig als weiterer Fluchtweg dient.
Zusammen mit der Dachsanierung wird auch die energetische Sanierung der Feuerwache in Angriff genommen. Geplant ist, auf dem neuen Dach eine Photovoltaik-Anlage zu errichten, über ein Niedrig-Temperatur-Nahwärmenetz für die Heizung der Feuerwache denke man derzeit noch nach, so der VG-Chef. Zusätzlich werden im Innenbereich unter anderem die Sanitärräume saniert. Auf der Basis der ursprünglich kalkulierten Baukosten liegt die Zuschusszusage durch das Land bei rund 440.000 Euro, außerdem rechne man mit einem „kleinen“ Zuschuss durch den Landkreis. Den Rest der Baukosten schultere die Verbandsgemeinde über zwei Haushaltsjahre hinweg.
Termin
Interessierte, die sich ein Bild über den geplanten Umbau und über die Arbeit der Feuerwehr machen wollen, sind für den 1. September von 10 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür bei der Ramsteiner Feuerwehr eingeladen.
