Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Feuerwache soll erweitert und saniert werden

An der Feuerwache in Ramstein-Miesenbach muss einiges erneuert werden.
An der Feuerwache in Ramstein-Miesenbach muss einiges erneuert werden.

Die Feuerwache in Ramstein-Miesenbach ist in die Jahre gekommen. Vor allem das Dach macht seit einiger Zeit Sorgen: Es regnet an vielen Stellen herein. Jetzt soll das Gebäude saniert werden. Was alles geplant ist, stellte Bauingenieur Kai Vatter im Verbandsgemeinderat vor.

Zwölf Zeltdächer prägen das Bild des Sozialraum- und Verwaltungstraktes der Feuerwache in Ramstein-Miesenbach. Genau sie stellen aber seit Jahren ein Problem dar: Da durch die Konstruktion viele Dachrinnen mitten auf dem Gebäude liegen, wird das Wasser nicht gut abgeleitet. Die Folge: Es sucht sich seinen Weg ins Innere der 1978 erbauten Wache. Einige Decken weisen daher schon deutliche Wasserschäden auf.

Eine Sanierung, auch energetisch, ist notwendig und soll möglichst bald beginnen. Kai Vatter vom beauftragten Büro Franz und Vatter erläuterte im Verbandsgemeinderat, was vorgesehen ist. Grundsätzlich soll ein Teil der Zeltdächer erhalten bleiben, da sich unter ihnen technische Anlage wie zum Beispiel Raumentlüftungen befinden. In diesen Bereichen soll eine neue Dachkonstruktion in Form eines Pultdaches über die bestehende gebaut werden. Dadurch könne das Regenwasser nach außen abgeleitet werden. Die entstandenen Schäden im Innenbereich werden beseitigt.

Ein zweites Stockwerk

Im vorderen Teil des Gebäudes planen die Ingenieure ein zweites Stockwerk. In diesem sollen eine größere Kleiderkammer, ein Büro- und Besprechungsraum sowie vor allem die Atemschutzübungsstrecke untergebracht werden. Diese, betonte Ralf Hechler, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, sei Teil des Katastrophenschutzes des Landkreises und somit auch für andere Wehren wichtig. Für diese Gäste wird es daher auch noch einen zweiten Zugang zum oberen Stockwerk über eine Außentreppe geben. Sie dient gleichzeitig als Fluchtweg.

Um eine zweite Etage auf dem bestehenden Bauwerk realisieren zu können, sei es entscheidend, möglichst leicht zu bauen, sagte Vatter. Den Planern schwebe deshalb eine Holzkonstruktion vor. Die genaue Materialwahl müsse allerdings in Hinblick auf die explodierenden Marktpreise flexibel erfolgen. Momentan werde mit knapp 1,8 Millionen Euro für die gesamte Sanierung und Erweiterung kalkuliert, Zuschüsse seien möglich.

Photovoltaik auf dem Flachdach

Eine Dachbegrünung sei nicht vorgesehen, beantwortete Vatter die Frage David Naus von der FWG-Fraktion. Dafür sei eine Photovoltaik-Anlage auf dem neu entstehenden Flachdach geplant, fügte Hechler hinzu.

Wann es mit dem Bauen losgehen kann, ist noch nicht ganz klar. Die Unterlagen seien bereits im März eingereicht worden, eine Baugenehmigung liege bislang jedoch noch nicht vor, bedauerten Vatter und Hechler. Der Bürgermeister hofft aber, dass die Kreisverwaltung bald grünes Licht gibt, da es sich aufgrund der Atemschutzübungsstrecke auch für den Landkreis um ein wichtiges Projekt handele.

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