Sembach
Welche Produkte die Rema Fertigungstechnik GmbH herstellt
Wer schon einmal mit der Metro in Paris gefahren ist, ist sehr wahrscheinlich mit einem Produkt der Rema Fertigungstechnik GmbH, Rockenhausen, in Berührung gekommen. Das metallverarbeitende Unternehmen, das seinen Produktionsstandort in Sembach hat, stellt nämlich sogenannte Mundstücke aus Stahl für die französische Hauptstadt her. Das Mundstück ist die Blende, in die man die Fahrkarte bei den Kontrollautomaten stecken muss.
Die Geschäftsfelder des Unternehmens sind nach Angaben von Prokurist Lukas Geib neben der Herstellung von Serienkomponenten, überwiegend aus Aluminium, die mechanische Montage, die Fertigung von Einzelkomponenten und die Herstellung von Aluminiumprofilen mittels 5-Achs Bearbeitungszentren. Produkte sind beispielsweise Frästeile für Schweißanlagen in der Automobilindustrie, Aluminiumprofile, die hauptsächlich in Mähdreschern verbaut werden, Drehteile für Feldhäcksler aus Stahl oder Teile, die zur Herstellung von Dachsteinen aus Beton benötigt werden. Die Produkte werden weltweit an die Kunden vertrieben. Daneben übernimmt das Unternehmen noch Montagearbeiten für eine Firma, die Verpackungsmaterial herstellt.
Ausbildung von jungen Menschen aus Ruanda
40 Mitarbeiter hat die GmbH, die jährlich einen Umsatz von rund sieben Millionen Euro erzielt, informiert Geib. Davon sind 30 in der Produktion und die restlichen Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich beschäftigt. Derzeit werden elf junge Menschen ausgebildet, davon sind acht Azubis aus Ruanda/Ostafrika. Im vergangenen Jahr habe die Firma 350.000 Euro in zwei neue Maschinen investiert.
Überregional bekannt geworden ist die Rema Fertigungs GmbH mit ihrem Ausbildungsprojekt „Machining for Rwanda’s future“. Seit 2015 bildet sie ruandische junge Menschen in Deutschland zu Maschinen- und Anlagenführern oder zu Zerspanungsmechanikern aus. Nach Angaben des Unternehmens fließen jedes Jahr 30 Prozent des Gewinns in das Projekt. Ein großer Teil der Azubis aus Ruanda werde hier übernommen. Mit der Ausbildung wolle das Unternehmen in Kooperation mit dem Bildungsministerium Ruandas aber auch den weiteren Aufbau einer industriellen Basis in Ruanda unterstützen.
