Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Was 2022 in Trippstadt, Enkenbach-Alsenborn und Neuhemsbach geplant ist

Das Trippstadter Rathaus soll abgerissen werden. Eine Grün- und Erholungsfläche soll stattdessen an dieser Stelle angelegt werde
Das Trippstadter Rathaus soll abgerissen werden. Eine Grün- und Erholungsfläche soll stattdessen an dieser Stelle angelegt werden.

Ausblick: Die Erschließung von Neubaugebieten, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie die Anschaffung von Lüftungsanlagen für Schulen und Kitas sind unter anderem die Themen in Trippstadt, Enkenbach-Alsenborn und Neuhemsbach im Jahr 2022.

In Trippstadt hat bereits der Umzug des Rathauses in die neuen Räume bei der katholischen Kirche begonnen. Erster Beigeordneter Helmut Celim (FWG) geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum späten Frühjahr abgeschlossen sein werden. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms soll das bisherige Rathaus im Anschluss abgerissen werden, damit dort eine Grün- und Erholungsfläche entstehen kann.

Zunächst war geplant, dass die Gemeinde die ehemaligen Räume der katholischen Kirchengemeinde – einst Pfarrheim und Kindertagesstätte (Kita) – aufkauft, um dort das Bürgermeisteramt und ein Bürgercenter einzurichten. Doch angesichts der klammen Finanzlage von derzeit fünf Millionen Schulden habe man sich im Rat und auch auf Empfehlung der Kommunalaufsicht auf eine andere Lösung geeinigt, so Celim. Ein Zahnarzt habe die ehemalige Kita aufgekauft und dort seine Praxis eingerichtet, manche Räume werden an die Gemeinde vermietet.

Arbeiten am Pfarrhaus bald abgeschlossen

Gute Nachrichten hat der Erste Beigeordnete auch für Familien mit Kindern. Die Arbeiten am ehemaligen Pfarrhaus, in dem die fünfte Kita-Gruppe provisorisch untergebracht wird, stehen kurz vor ihrem Abschluss. Er geht davon aus, dass sie noch vor dem Sommer beendet sein werden und der Einzug erfolgen kann. Außerdem soll ein Spielplatz in Langensohl neu gestaltet und ein weiterer in Neuhof bei der Kapelle angelegt werden. Nachdem die Kommunalaufsicht angesichts der Finanzlage eine Kostenbeteiligung der Gemeinde abgelehnt hatte, habe Ortsbürgermeister Jens Specht (FWG) einen Spendenaufruf gestartet. Privatleute und Firmen seien dem gefolgt, sodass das Vorhaben mit Hilfe von Freiwilligen angegangen werden kann. In den beiden Ortsteilen sollen ebenfalls zwei Bushaltestellen erneuert werden, und es wurden Geräte für die Pflege der Wirtschaftswege angeschafft.

Die energetische Sanierung des katholischen Jugendheims im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde 2021 fast vollständig abgeschlossen. In diesem Jahr erfolgen noch Restarbeiten, sodass der große Saal von der Ortsgemeinde für Ratssitzungen oder auch anderweitig genutzt werden könne, berichtet Celim.

Die Erschließung des ehemaligen Wochenendgebiets Eschhebelloch durch die Gemeinde stehe bevor, berichtet der Erste Beigeordnete. Die circa 25 Bauplätze im Neubaugebiet Heidenkopf II seien alle verkauft.

Neubaugebiet „Haarspott 2“ wird erschlossen

Zu den größten Investitionen im Haushaltsplan der Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn in diesem Jahr zählt die Erschließung des Neubaugebiets „Haarspott 2“. Im September soll mit den Arbeiten dazu begonnen werden, teilt Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel (CDU) mit. Im Haushaltsplan sind hierfür rund 1,35 Millionen Euro eingeplant. Der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde wird demnächst rechtskräftig, sodass die Erweiterung des Gewerbegebietes „Auf dem Hahn“ in diesem Jahr angegangen werden kann, was laut Wenzel mit rund 625.000 Euro zu Buche schlägt.

Ein weiterer großer Posten: Für den Einbau von Lüftungsanlagen in die Gruppenräume in den Kitas Alsenborn (Ausgaben: 390.000 Euro, Zuschuss: 311.800) und Haus Regenbogen Enkenbach (Ausgaben: 335.000, Zuschuss: 267.000 Euro) hat die Gemeinde Förderanträge gestellt. Nach Bewilligung kann mit der Planung und Umsetzung begonnen werden.

Tiefbauarbeiten in der Hauptstraße

Nach den Sommerferien soll mit den Tiefbauarbeiten in der Hauptstraße im Ortsteil Enkenbach begonnen werden. Nach der Verlegung von Kanal, Wasser, Wärme, Breitband erfolgt der Straßenbau. An der Kreuzung Hauptstraße/Markstraße werde ein Kreisel entstehen, erläutert Wenzel.

Aus dem Hochwasserschutzkonzept habe sich ergeben, dass im Katzenstich bei Starkregenereignissen mit einem hohen Regenwasseraufkommen zu rechnen sei. Daher soll an dieser Stelle eine Regenrückhaltemulde angelegt werden. Die Kosten dafür werden mit rund 100.000 Euro veranschlagt.

Neuer Platz anstelle des Blauen Hauses

Die Planungen für den Bau einer eigenen Kindertagesstätte in Neuhemsbach werden weiter vorangetrieben, teilt Ortsbürgermeisterin Silke Brunck (SPD) mit. Auf der Agenda steht auch die Gestaltung eines neuen öffentlichen Platzes. Dazu soll das Blaue Haus in der Alsenborner Straße abgerissen werden. Die Ortsgemeinde hat dafür 70.000 Euro Zuschuss vom Land bewilligt bekommen. Die Brücke in der Schulstraße – der Durchlass „Billesbach“ – muss erneuert werden. Die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet Schloßbergblick stehen 2022 an. Wenn dies geschafft sei, könne mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden.

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