Niedermohr
Vollsperrung: Hauptstraße bis November zu
Den eigenwirtschaftlichen – also den nicht staatlich geförderten – Ausbau des Glasfasernetzes nutzen die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach in Niedermohr, um im Untergrund alle Leitungen zu erneuern. Zwei Abschnitte der Hauptstraße wurden in diesem Zusammenhang schon vor zwei Jahren aufgegraben, nun ist der dritte Abschnitt an der Reihe: Von der Einmündung der Luitpoldstraße bis zum Ortsausgang Richtung Glan-Münchweiler ist die Ortsdurchfahrt seit Pfingsten für den Verkehr gesperrt. Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie die Infrastruktur für das schnelle Internet werden verlegt, teilt Stadtwerke-Geschäftsführer Georg Leydecker mit. Auch die Straßenbeleuchtung werde modernisiert. Das alles soll bis November erledigt sein.
Wer von Glan-Münchweiler kommend den östlichen Teil Niedermohrs erreichen möchte, muss in den kommenden Monaten über Nanzdietschweiler und von dort über die K54 und die K7 fahren. Für den Transitverkehr bietet sich die Autobahn 62 als Ausweichstrecke an.
Quantensprung für Anwohner
Die Anwohner der Hauptstraße können sich bis Ende des Jahres an das Breitbandnetz anschließen lassen. Das bedeute technologisch einen Quantensprung für die eigene Internetverbindung, ist Leydecker überzeugt. 197 Niedermohrer Haushalte seien bereits an das Netzwerk angeschlossen, 100 davon nutzten die Glasfaser aktuell auch. Durch den momentanen Ausbau könnten weitere 40 Haushalte in der Hauptstraße dazukommen und noch einmal rund 50 in der Friedhof- und der Luitpoldstraße. Während der Ausbau in der Friedhofstraße aktuell parallel zu den Arbeiten an der Hauptstraße laufe, könne die Luitpoldstraße erst im Anschluss angegangen werden, da sie ja zur Zeit als Umleitungsstrecke genutzt werde. Ziel sei es aber, auch dort noch in diesem Jahr tätig zu werden, so Leydecker. Damit wäre dann die gesamte Ortsgemeinde mit all ihren Ortsteilen glasfasertechnisch erschlossen.
Auch in Steinwenden und Kottweiler-Schwanden sei der eigenwirtschaftliche Ausbau beendet. In Ramstein-Miesenbach und Hütschenhausen laufe er hingegen noch. Um möglichst alle Adressen anschließen zu können, warteten die Stadtwerke zudem „sehnsüchtig“ auf das sogenannte „Graue Fleckenprogramm“, sagt Leydecker. Dabei übernimmt der Staat (Bund, Land und Kommune) wie beim vorangegangenen „Weiße Fleckenprogramm“ die Ausbaukosten, um auch abgelegenere Standorte, die für Privatunternehmen nicht wirtschaftlich darstellbar sind, einzubinden.
Eine halbe Million Euro nehmen die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach für die Leitungserneuerungen diesmal in die Hand. In den vergangenen drei Jahren hätten sie bereits elf Millionen Euro in den Breitbandausbau, 4,5 Millionen in die Flüssiggas- und Wasserinfrastruktur und noch einmal vier Millionen in die Stromsparte investiert, hält der Stadtwerke-Geschäftsführer fest.