Ramstein-Miesenbach
Nach Spendenaufruf für Hochwasser-Opfer sind die Lager des DRK brechend voll
Von Dorothea Richter
„Die Spendenbereitschaft ist absolut überwältigend“, beschreibt DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Nickolaus die Bereitschaft der Menschen im Landkreis, zu helfen. In mehreren DRK-Ortsvereinen waren am Freitag Sammelstellen für die Hilfsgüter eingerichtet worden. Bereits am Samstag seien das DRK-Haus „Auf der Pirsch“ in Ramstein und auch die Kleiderkammer am Feuerwehrturm in Landstuhl „randvoll“ gewesen. Daher könne man zur Zeit bei den DRK-Ortsvereinen keine weiteren Spenden mehr annehmen.
„Wir wussten nicht, auf was wir uns da einlassen. Das Bedürfnis der Leute zu helfen, ist absolut beeindruckend“, beschreibt Sandra Schröder, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Ramstein, was bis Freitagabend passierte. Bereits um 19 Uhr hätten sie eigentlich keinen Platz mehr gehabt. „Eine Frau kam mit acht Tüten an. Sie hatte in ihrer Familie Geld gesammelt und alles für die Flutopfer neu eingekauft und die Tüten liebevoll gepackt: Socken, Unterhosen, Zahnbürsten, Zahnpasta und Pampers. Sogar an Haargummis für die Kinder hatte sie gedacht“, schildert Schröder, dass da bei den Helfern schon ein paar Tränen der Rührung geflossen seien.
Mit 16 Helfern in das betroffene Gebiet
Mit 16 Personen in vier Fahrzeugen seien sie dann am Sonntag mit den gespendeten Sachen erst nach Konken und dann schließlich weiter nach Kenn im Landkreis Trier-Saarburg gefahren. Die Ramsteiner Helfer schlossen sich dabei einem Hilfskonvoi des Kuseler Katastrophenschutzes an, von dem sie über Facebook erfahren hatten. An einer Lagerhalle in Kenn hätten sie dann zusammen mit anderen Helfern über 20 vollgepackte Sattelschlepper, Sprinter und Hänger ausgeladen, bevor es am Sonntagabend wieder zurück nach Ramstein ging.
Dankbar ist die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins auch für die Unterstützung der Ramsteiner Feuerwehr, der Verbandsgemeindeverwaltung Ramstein-Miesenbach und einiger Bundeswehrreservisten. „Wir waren am Samstagabend schon so müde und fertig vom Annehmen der Spenden. Da kamen gut zehn Männer und haben uns geholfen, die Fahrzeuge zu packen“, schildert Schröder. Neben einem Lkw der Firma ISI-Transport und einem Sprinter der Elektrofirma ihres Mannes wurden auch zwei Fahrzeuge, die der Bauhof der Verbandsgemeinde samt Fahrern zu Verfügung gestellt hatte, beladen.
Sachen werden zum Nürburgring gebracht
In Landstuhl hatten mehr als 20 DRK-Helfer die Spenden entgegengenommen, darunter waren viele Hygiene-Artikel, Kleidung und Geschirr. Viele der Spender hätten dann auch noch beim Sortieren der Sachen und beim Packen der drei Lieferautos geholfen, so Karin Dauernheim, Kreisbereitschaftsleiterin im DRK Kreisverband Kaiserslautern-Land.
Die Sachen wurden dann am Montag zu einer übergeordneten Sammelstelle an den Nürburgring im Landkreis Ahrweiler gebracht und dort noch einmal sortiert, beschreibt DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Nickolaus, wie es mit den Spenden jetzt weitergeht.