Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr als 27.000 Arbeitnehmer pendeln aus dem Landkreis

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Im Landkreis Kaiserslautern leben rund 40.500 Arbeitnehmer. Nur rund ein Drittel davon arbeitet auch im Landkreis, der große Rest muss zum Arbeitsort pendeln. Für den Löwenanteil ist die Fahrt zur Arbeit ein Katzensprung, für einige eher das Gegenteil.

Rund 13.300 Menschen, die ihren Wohnsitz im Landkreis haben, arbeiten auch dort. Rund 1100 Menschen mehr fahren zu ihrer Arbeitsstätte in die Stadt Kaiserslautern, die vom Landkreis umschlossen wird. Insgesamt müssen mehr als 27.000 Menschen den Landkreis verlassen, um zu ihrer Betriebsstätte zu gelangen. Das geht aus einer Statistik der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens hervor. Der Löwenanteil reist dazu in die Barbarossastadt, rund 4500 Menschen zieht es aber auch in die benachbarten Landkreise, in den Donnersbergkreis (1229), den Landkreis Kusel (1082) und den Landkreis Südwestpfalz (533). Die Nase vorn hat bei den benachbarten Kreisen aber der jenseits der Landesgrenze, der Saarpfalz-Kreis im Saarland, was an der vergleichsweise hohen Anzahl an Industriearbeitsplätzen in Homburg (Bosch, Ina-Schaeffler, Michelin) liegen dürfte.

Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens untersucht jedes Jahr die Pendlerströme in der Westpfalz. Stichtag für die Daten ist der 30. Juni. Die Behörde erfasst allerdings nur sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und Arbeitnehmer, die in die Sozialkassen einzahlen. Beamte oder Selbstständige tauchen demnach in der Statistik nicht auf. Ebenso nicht aufgeführt sind die Soldaten der US-Streitkräfte, wohl aber die Zivilbeschäftigten in den Militäreinrichtungen.

Für die Arbeit ins Nachbarbundesland Hessen

218 Arbeitnehmer, die im Landkreis Kaiserslautern wohnen, legen weite Strecken zurück: bis nach Frankfurt am Main. Manche machen sogar noch ein paar Kilometer mehr und fahren in den Main-Kinzig-Kreis. 133 Arbeitnehmer zieht es in den östlich von Frankfurt gelegenen, größten Landkreis des Landes Hessen.

Die Statistiken der Agentur für Arbeit listen jeweils die Top-20 der Kreise und Städte auf, zu denen sich die Arbeitnehmer aus dem Landkreis hin aufmachen. Es wird aber auch Buch geführt, woher die Menschen kommen, die im Landkreis einer Arbeit nachgehen. Rund 26.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind im Landkreis Kaiserslautern bei der Agentur für Arbeit gemeldet, Tendenz steigend. Im Jahr zuvor, 2020, waren es rund 200 Arbeitsplätze weniger. Rund die Hälfte wird von Menschen besetzt, die auch im Landkreis leben – bleiben rund 12.700 so genannte Einpendler. Die ersten vier Plätze in der Statistik der Einpendler werden von den Nachbar-Gebietskörperschaften bekleidet, allen voran die Stadt Kaiserslautern mit knapp 4000 Menschen. Auf den Plätzen folgen die Landkreise Kusel (2901) und Südwestpfalz (1457) sowie der Donnersbergkreis mit rund 1100 Einpendlern. Auch die beiden anderen kreisfreien Städte in der Westpfalz, Zweibrücken und Pirmasens, tauchen in der Statistik auf: 245 Pirmasenser und 190 Zweibrückener gehen im Landkreis Kaiserslautern einer geregelten Arbeit nach. Auch aus dem Saarland finden Arbeitnehmer den Weg ins Land rund um Kaiserslautern: aus dem Saarpfalz-Kreis (509), aus dem Großraum Saarbrücken (179) sowie aus den saarländischen Landkreisen Sankt Wendel (134), Neunkirchen (187) und Saarlouis (49).

Landkreis ist attraktiv für Stadtmenschen

Aber auch in benachbarten, etwas weiter weg liegenden Metropolen wohnen Menschen, die im Landkreis arbeiten: So kommen aus Mannheim (50) und Frankfurt (37) jeden Tag mehrere Dutzend Menschen in den Kreis Kaiserslautern zum Arbeiten. Bei den in der Statistik aufgeführten 51 Einpendlern aus der Bundeshauptstadt Berlin ist dagegen nicht davon auszugehen, dass die rund 800 Kilometer einfach täglich zurückgelegt werden.

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