Kreis Kaiserslautern Grundschüler: Irritationen um Betreuung

«FRANKENSTEIN.» Wegen der Sperrung der B37 werden die Frankensteiner Schüler seit Montag von Lehrkräften per S-Bahn zur Grundschule Hochspeyer und zurück begleitet. Eine deswegen nötige Betreuung in der Zeit bis zur nächsten Bahnfahrt führte zu Irritationen.
Einige Schüler müssen nach ihrem Schulschluss darauf warten, nach Hause begleitet zu werden, da die Lehrkräfte nicht mehrere Fahrten absolvieren können. Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt (CDU), Mitglied im Schulträgerausschuss, wurde laut ihrer Aussage von Großeltern eines Kindes bei einem zufälligen Treffen angesprochen: Da das Kind nun in der Betreuung sei, müssten die Eltern diese bezahlen, habe die Forderung der Schule gelautet. Dem in der Verbandsgemeinde dafür zuständigen Ersten Beigeordneten Jürgen Wenzel (CDU) war dieses Problem bis dato völlig unbekannt. „Die wenigen Kinder können in der Betreuung für die fünf Wochen so mitlaufen. Die Eltern haben die Betreuung ja nicht bestellt, sondern sie ist der Situation geschuldet“, erwidert er. Zudem müsste ein Betreuungsvertrag mit den Eltern gemacht werden, „und der Verwaltungsaufwand wäre wohl höher als die Zahlungen.“ Schulleiterin Anke Oehler wiederum wundert sich ob der Anfragen: „Keines der besagten Kinder ist in der Betreuung“, lautet ihre Antwort, sondern drei Kinder seien in der Ganztagsschule, für die eh nichts bezahlt werden muss. Elf Kinder insgesamt würden derzeit per Bahn begleitet, berichtet sie; sieben davon seien regulär in der Ganztagsschule, eines werde abgeholt und drei besuchten nun die Ganztagsschule. Von einer Forderung wegen Betreuung wisse sie nichts. Schulelternsprecherin Simone Mock hat nichts von einem solchen Problem gehört, sagt sie.