Kreis Kaiserslautern Frischer Wind für Schwedelbach

Zur Auftaktveranstaltung der Dorfmoderation in Schwedelbach kamen am Freitagabend knapp 100 Besucher ins Bürgerhaus. Vier Arbeitsgruppen werden nun gebildet, in denen die Einwohner aktiv werden können.
Stadtplanerin Julia Kaiser vom Büro Stadtgespräch aus Kaiserslautern erläuterte, was eine Dorfmoderation für Schwedelbach überhaupt bedeuten könne: „Es geht darin um die Erhaltung, Stärkung und Entwicklung der Zukunftsfähigkeit der Dörfer.“ Um einen Überblick der Zufriedenheit, Wünsche und Vorschläge der Bürger zu erhalten, habe man eine Fragenbogenaktion im Sommer gestartet, bei der auch Kritik angeführt werden konnte. Der Rücklauf sei sehr gut gewesen, sagte Kaiser. Daraus sei ersichtlich, dass die Schwedelbacher und Pörrbacher mit ihrem Ort, dem bisher Erreichten und der Führung sehr zufrieden sind. Demnach gefallen den Schwedelbachern die ruhige Lage, die Gegend, das Umfeld und die Natur um ihren Ort herum am besten. Auch Gepflegtheit, Sauberkeit und Erscheinungsbild erfreuen – ebenso wie das Engagement des Bürgermeisters und des Gemeinderates. Nicht so gut gefällt den Einwohnern die Infrastruktur. So gebe es bei der Lebensmittel-Nahversorgung, der Gesundheitsversorgung und der Datengeschwindigkeit im Internet Nachbesserungsbedarf. Etwas mehr Gastronomie könne Schwedelbach ebenfalls vertragen. Die Gefahr durch den Verkehr sei durch Unübersichtlichkeiten an vielen Stellen recht hoch. Auch fehlende Beleuchtung wurde beanstandet. Ortsbürgermeister Dieter Hirsch (SPD): „Durch die Dorferneuerung soll eine nachhaltige und zukunftsbeständige Entwicklung des Dorfes unterstützt und die Gemeinde als eigenständiger Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum erhalten und weiterentwickelt werden.“ Dabei sei ihm sehr wichtig, dass hierbei alle Bevölkerungsgruppen in den Ortsentwicklungsprozess eingebunden werden – besonders auch Kinder, Jugendliche und Senioren. Wer sich heute der Aufgabe verschließen oder zögern würde, etwas Neues zu schaffen, verbaue den nächsten Generationen die Zukunft, betonte der Ortsbürgermeister. Einsatzbereitschaft und Initiative der Schwedelbacher sei nun in der Dorfmoderation gefordert. Durch eine aktive Moderation der Einwohner werde es auch leichter, das Privileg der Schwerpunktgemeinde zu erhalten, was sich positiv auf die Zuschüsse bei den daraus folgenden Maßnahmen auswirkt, sagt Hirsch. Auch Privatleute könnten dann Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen erhalten. Hirsch rief dazu auf, sich in den Arbeitsgruppen zu beteiligen. Vier Arbeitsgruppen werden nun gebildet, die immer am Dienstag zusammenkommen. Die erste, „Bauen, Wohnen und Gestaltung“, treffe sich schon am 29. September, im Bürgerhaus. Am 27. Oktober folgt die Arbeitsgruppe „Verkehr und Infrastruktur“, am 3. November ist dann „Kinder- und Jugendworkshop“ an der Reihe, und am 24. November heißt es „Kultur und Freizeit“. Auskünfte über die Arbeitsgruppen und wie man sich an ihnen beteiligen kann, werde der Ortsbürgermeister erteilen. (wiu)