Hochspeyer RHEINPFALZ Plus Artikel Feierwochenende auf der Swingolf-Anlage zum Jubiläum

 Marco, Vince, Lia und Jasmin Labenski (von links) schwingen auch gerne selbst den Swingolf-Schläger auf ihrer Anlage. Platzreif
Marco, Vince, Lia und Jasmin Labenski (von links) schwingen auch gerne selbst den Swingolf-Schläger auf ihrer Anlage. Platzreife oder Ähnliches ist hier nicht erforderlich. Wer swingolfen will, kann das ohne Vorkenntnisse oder gar Dresscode tun.

Swingolf ist nicht nur eine nette Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft, sondern ein erfrischend unkomplizierter Sport für alle Altersklassen. Am kommenden Wochenende feiern Marco und Jasmin Labenski auf dem Geyersbergerhof das zehnjährige Bestehen ihrer Swingolf-Anlage.

Bis zur Idee auf dem ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Gelände eine solche Anlage zu errichten, war es nach der Gründung des Geyersbergerhofes durch Ulrich und Brigitta Labenski im Jahr 1954 noch ein weiter Weg. Ackerbau und Tierhaltung, Pensionspferdestall, Hofbäckerei und Nudelherstellung sicherten das Einkommen. Heute betreibt die Familie „Landwirtschaft auf niedrigem Niveau als reiner Grünlandbetrieb“, erläutert Marco Labenski.

2007 wurde durch den Bau der Ortsumgehung auf der Bundesstraße 37 eine Unternehmensflurbereinigung durchgeführt. Der Hof verlor zwar einige Ackerflächen, jedoch eröffneten sich durch die Zusammenlegung großer Flächen neue Perspektiven. Durch Zufall sahen die Labenskis im Fernsehen eine Sendung über eine Swingolf-Anlage in Hamburg. „Wir hatten vorher noch nie einen Golfschläger in der Hand gehabt, doch die Idee hat uns sofort fasziniert“, berichtet das Paar rückblickend. „Es hat einfach gepasst. So etwas fehlte hier in der Umgebung.“

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80 bis 300 Meter lang

Der nächstgelegene Swingolf-Platz war damals rund 200 Kilometer entfernt zu finden. Und eine genügend große Fläche war ja bereits vorhanden. So entstand ein etwa zehn Hektar großer Turnierplatz mit Bahnen zwischen 80 und 300 Metern Länge. Dafür wurde zunächst in Eigenleistung die obere Pferdekoppel abgebaut und das Gelände hergerichtet. Rund 50.000 Euro investierten die Jungunternehmer. „Am Anfang habe ich Tag und Nacht gemäht und bin manchmal sogar nachts auf dem Traktor eingeschlafen“, erinnert sich Marco Labenski an die anstrengenden, täglichen Mäharbeiten, um den Platz in Schuss zu halten. Denn die Nachfrage war von Beginn an sehr gut.

Heute sind die Betreiber überaus dankbar für ihren „guten Geist“ Willi Forster aus Hochspeyer. Seit etwa drei Jahren kommt Forster, der mittlerweile schon beinahe zur Familie gehört, regelmäßig vorbei, um unentgeltlich Mäharbeiten durchzuführen und wertvolle Tipps für Spielanfänger zu geben.

18 Löcher und ein Café

Wenige Jahre nach der Eröffnung war klar, dass auch ein gutes gastronomisches Angebot nicht fehlen darf. Der Kerweausschankwagen hatte ausgedient. Seit 2015 gibt es das „Café Loch 19“. Der Swingolf-Platz verfügt über 18 Löcher. Im Café sei man dann im 19. angekommen, erklären die Labenskis die Namensgebung. Gäste aus der nahe gelegenen Pfälzerwald Jugendherberge, Schulklassen, Betriebsfeiern, Familienfeste – die Bandbreite der Nutzer sei groß. Für Camper stehe ein Stellplatz zur Verfügung. Mit großem Bedauern reagieren die Labenskis auf den Verlust des Zauberwalds nur wenige Gehminuten vom Hof entfernt. „Es ist sehr schade, besonders für die Kinder! Wir hatten überall Hilfe zum Erhalt des Zauberwaldes angeboten. Leider ohne Erfolg.“

Von Ende Februar bis Mitte April 2020 war der Betrieb coronabedingt komplett geschlossen. Nach einer weiteren kurzen Schließung im Sommer sei durchgängig geöffnet gewesen. Bedingt durch die Hygieneauflagen waren es überwiegend Einzelpersonen, die das Spielangebot wahrnehmen konnten. Wetterbedingt sei auch das Frühlingsgeschäft „komplett weggebrochen“, berichtet Jasmin Labenski. Hoffnungsvoll blicken die Betreiber nun nach vorne. „Wir freuen uns wieder aufzuhaben!“

Sonderpreise am Wochenende

Am Freitag, 11. Juni, dem eigentlichen Jubiläumstag, beginnt ein dreitägiges Feierwochenende. Ursprünglich waren Sommernachtsfest, Live Band, Tombola, Golfturnier und Frühschoppen geplant. Doch dann kam Corona. Bedingt durch Auflagen und Kontrollen mussten die Labenskis von diesen Plänen Abstand nehmen. Jetzt gibt es an drei Tagen Sonderpreise für die Nutzung der Neun-Loch-Runde. Für sieben Euro kann jeder von 10 bis 20 Uhr an diesen drei Tagen so lange spielen wie er will. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Schläger und Ball können ausgeliehen werden. Die letzte Schlägerausgabe ist jeweils um 18 Uhr. Labenskis hoffen, dass bis zum Wochenende die Corona-Auflagen lediglich in der Datenerfassung zur Rückverfolgung der Gäste bestehen.

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