Ramstein-Miesenbach
Bestattungsplatz für Sternenkinder kommt
Rund um einen großen Sandsteinfindling sollen künftig sogenannte Sternenkinder in Ramstein beigesetzt werden können. Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die weniger als 500 Gramm wiegen und noch vor der eigentlichen Geburt, währenddessen oder kurz danach sterben. Da sie nicht automatisch ins Geburten- und Sterberegister eingetragen werden, konnten sie lange Zeit auch nicht beerdigt werden. Erst 2013 wurde diese Möglichkeit regulär geschaffen, nachdem ein betroffenes Ehepaar eine Petition an den Bundestag gerichtet hatte.
Keine einzelnen Grabstellen geplant
Einzelne Grabstellen soll es in Ramstein nicht geben, aber jedes Kind erhalte eine sternförmige Plakette mit seinem Namen und dem Sterbedatum, die an dem Stein angebracht werde, sagte Hechler. Vorgesehen sei dafür ein Bereich rechts der Aussegnungshalle. Um den Sandstein herum sollen eine „schöne Blumenwiese und Blumenbeete“ angelegt werden, berichtete das Stadtoberhaupt. So solle dieses Feld zu einem Ort werden, an dem „man sich treffen und derer gedenken kann, die einem ganz lieb sind“.
Mit dem Anlegen dieses Bestattungsplatzes erfüllt Ramstein-Miesenbach die gesetzliche Vorgabe. Denn 2013 wurde im Landesbestattungsgesetz von Rheinland-Pfalz festgelegt, dass in jeder Verbandsgemeinde ein solches Grabfeld vorzuhalten ist.
Immer wieder Anfragen
Zudem habe es in der Vergangenheit „immer mal wieder vereinzelte Anfragen nach solch einer Möglichkeit“ gegeben, berichtete Hechler. Betroffene Familien, aber auch die protestantische Kirchengemeinde seien auf ihn zugekommen. Bislang seien Sternenkinder aus der Verbandsgemeinde auf dem Sternenfeld in Kaiserslautern oder in einem Kleinkindergrab in Ramstein-Miesenbach beigesetzt worden.
Wie viel ein solcher Bestattungsplatz letztlich kosten wird, stehe noch nicht fest. „Die Friedhofssatzung soll aber noch im ersten Halbjahr überarbeitet werden“, teilte Hechler mit.