Ramstein-Miesenbach
Abriss der maroden Turnhalle hat begonnen
„Da blutet das Herz“, sagt Benjamin Altschuck, der Vorsitzende des TV 03 Ramstein, in Hinblick auf den Abriss der alten Turnhalle. Er sei schon als Junge im Verein gewesen und habe viele schöne Feste dort gefeiert und im Turnergarten gezeltet. Und auch wenn die Halle dem Verein schon seit einiger Zeit nicht mehr gehört hat, interessiert sich der Vorsitzende natürlich für ihr Schicksal.
1908 gebaut, diente die Halle den Sportlern lange als Wirkungsstätte, 2018 aber musste sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Unter anderem das Dach sei einsturzgefährdet gewesen, sagt Altschuck. 2019 entkernten TV-Mitglieder das Gebäude noch voller Tatkraft, um es anschließend sanieren zu können. Eine Statikprüfung machte jedoch alle Hoffnungen zunichte: Die Wände hätten ein neues Dach nicht getragen, der Abriss erschien die einzig sinnvolle Option. Daraufhin habe der Verein die Halle verkauft, teilt Altschuck mit.
Neue Halle nicht vom Tisch
Das Vorhaben des Turnvereins, neben dem Bistro Maxi auf einem von der Stadt Ramstein-Miesenbach gepachteten Grundstück eine neue Halle zu bauen, sei nach wie vor aktuell, sagt Altschuck. Allerdings müsse derzeit alles neu geplant werden, da den ersten Plänen eine falsche Kostenschätzung zugrundegelegen habe. Eine rund 460 Quadratmeter große Einfeldsporthalle für 2,2 Millionen Euro sei trotz Fördergeldern des Landes und Zuschüssen der Verbandsgemeinde zu teuer für den rund 500 Mitglieder zählenden Verein.
Trainiert werde daher weiterhin in den öffentlichen Sporthallen der Schulen. Die Hand- und Basketballer sowie die Turner hätten ohnehin schon immer dort ihre Übungseinheiten absolviert, da für diese Sportarten große Hallen nötig seien. Der TV 03 Ramstein bietet jedoch auch Aikido, Bogensport, Cheerleading und Fitness-, Zumba- sowie Yogakurse an. 27 Trainer kümmern sich um die Sportler. Altschuck hofft daher, dass bald mit einem finanzierbaren Neubau begonnen werden kann.