Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Zwiegespalten

Dass es im Rathaus auch Vorbehalte gegen den Wunsch der Schulgemeinschaft gibt, ist nachvollziehbar.
Dass es im Rathaus auch Vorbehalte gegen den Wunsch der Schulgemeinschaft gibt, ist nachvollziehbar.

Lieber Vorsicht oder doch mehr Eigenverantwortung? Dazu ein klares Jein.

Dass Demokratie an der Zeiskamer Fuchsbach-Grundschule großgeschrieben wird und es sogar ein Schülerparlament gibt, ist vorbildlich. Die Kinder nutzen ihr Mitspracherecht, äußern Wünsche und stellen auch Anträge an die Gemeinde. Klasse!

Die neueste Idee, eine Reck-Anlage im Schulgarten installieren zu lassen, schmeckt aber nicht jedem Ratsmitglied. Ratsmitglieder sind auch gewählt, um kritisch hinzuschauen, Projekte zu hinterfragen. Das hat die CDU-Fraktion getan. Beide Vertreter haben ihre Bedenken geäußert, die durchaus berechtigt sind. In der Tat können sich Kinder an Reckstangen verletzen. Und Lehrkräfte können die Reck-Anlage auch nicht ständig beaufsichtigen. Gilt dieses Risiko mehr oder weniger aber nicht auch für andere Geräte?

Klar ist: Solange alles gut geht, ist alles in Butter. Kommt es aber zum Unfall, ist das Geschrei groß, gibt es Schuldzuweisungen. Insofern hat sich die CDU-Fraktion mit ihren zwei Nein-Stimmen auch selbst abgesichert. Nachvollziehbar! FWG, BfZ und Ortsbürgermeisterin Susanne Lechner (FWG) setzen dagegen mehr auf Eigenverantwortung sowie das einstimmige und damit eindeutige Ja der Schulgemeinschaft. Ebenfalls nachvollziehbar! Denn: Wenn Schulleiterin, Lehrerinnen und Elternvertreter die Reck-Anlage als unproblematisch ansehen, sollte der Gemeinderat diese nicht infrage stellen. Beide Begründungen haben ihre Berechtigung.

Mehr zum Thema
x