Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel Waldschwimmbad: Saison mit vielen Besuchern und wenig Security

Das Waldschwimmbad Kandel, aus der Luft betrachtet.
Das Waldschwimmbad Kandel, aus der Luft betrachtet.

In der Bilanz 2025 zeigt sich, dass das Waldschwimmbad sich gleich in mehrerer Hinsicht von anderen Freibädern unterscheidet.

Der 22. Juni war der Tag, an dem das Waldschwimmbad Kandel mit rund 2560 Badegästen die meisten Besucher zählte. Allerdings war es an diesem Sonntag auch auf dem Parkplatz zu einem Chaos gekommen, bei dem unter anderem Fluchtwege nicht eingehalten wurden. „Ab diesem Tag wurde bei heißen Tagen eine Security-Firma zur Überwachung der Parkplatzordnung sowie weitere Putzstunden während des Badebetriebes beauftragt“, heißt es in der Waldschwimmbad-Bilanz der Kandeler Werkleiterin Inge Grein. Allerdings wurden die zusätzlichen Kräfte nicht oft benötigt: „Die Security hatte an acht Tagen im August das ordnungsgemäße Parken überwacht.“

Denn: „Es war nie wieder so voll wie an dem Juni-Wochenende“, erläutert Grein im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Anders als zum Beispiel im Badepark Wörth oder im Schwimmpark Bellheim würde die Security auch nur auf dem Parkplatz eingesetzt, „damit im Notfall ein Rettungsfahrzeug durchkommt“.

Sicherheitskräfte im Bad nicht nötig

Im Waldschwimmbad selbst gebe es glücklicherweise noch kaum nennenswerte Vorfälle. „Wir sind ein Familienbad.“ Sollten Jugendliche mal über die Stränge schlagen, dann reiche es noch aus, dass die Badeaufsicht etwas sagt. Ein Jugendlicher habe einen Geldbeutel geklaut, man habe die Polizei gerufen, auch sei ein Hausverbot ausgesprochen geworden. „Das ist ein Einzelfall, deshalb brauche ich noch keine Security“, betont Grein. An gut besuchten Tagen kämen zwar auch Badegäste aus dem Elsass, aber auch dies sei – anders als in Wörth, wo es Probleme mit der passenden Badebekleidung gab – unproblematisch.

Auch an anderer Stelle sei das Waldschwimmbad eine Ausnahme: Zwar war das Personal Anfang des Jahres kurz knapp. Doch nun könne man auf einen ganzen Pool zurückgreifen, sagt Grein. So gebe es zwei Schwimmmeister, eine Fachkraft, eine Auszubildende, eine weitere Ganztagskraft, plus drei geringfügig Beschäftigte. Dazu kommt, dass der ehemalige Betriebsleiter auch noch gerne etwas arbeitet.

Nachfolger aus eigenem Haus

Denn seit dieser Saison habe Fabian Amberger, einer der beiden Schwimmmeister, als Betriebsleiter übernommen. Der 34-Jährige hat seine Ausbildung im Waldschwimmbad absolviert und hier auch seinen Meister gemacht, sagt Grein und klingt dabei durchaus etwas stolz. Da es keinen Personalmangel gebe, habe man das Bad nicht nur an allen Tagen regulär öffnen, sondern sogar wieder während der Sommerferien einen zweiten Frühbadetag einführen können.

Und jetzt noch die Zahlen zur Saison: Eröffnet wurde diese am Samstag, 17. Mai, zum Start kamen 100 Besucher. Der letzte Badetag war am Samstag, 13. September, der Badebetrieb dauerte somit 121 Tage. Insgesamt wurden 61.732 Badegäste gezählt. Das sind mehr als im Vorjahr, als 55.884 Badegäste ins Waldschwimmbad kamen. Dabei liegen die Besucherzahlen kaum in der Hand des Personals, es kommt ja schlicht auf das Wetter an: „Der Mai startete wetterbedingt etwas schleppend, der Juni und August hingegen waren die am stärksten frequentierte Bademonate mit vielen Hochsommerwochenenden“, heißt es entsprechend in der Bilanz. „Der Juli war nicht sehr warm und regnerisch und deshalb deutlich schlechter von den Besuchszahlen her.“

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