Kandel
Nach Chaostag: Wann ist Security am Waldschwimmbad?
Vor gut vier Wochen schlug der Kandeler Verbandsbürgermeister Mike Schönlaub Alarm: Badegäste des Waldschwimmbades hatten kreuz und quer geparkt. Ein Problem hinsichtlich der Rettungswege, aber auch wegen der Brandgefahr auf dem damals trockenen Rasen. Schnell wurden unter anderem die Sperrung der Straße und der Einsatz einer Sicherheitsfirma angekündigt.
Ende Juli kann Werkleiterin Inge Grein Entwarnung geben: An dem betreffenden 22. Juni sei „die Hölle los“ gewesen. Mit 2600 Besuchern wurden alle bisherigen Rekorde gebrochen. Diese Zahlen würden nur selten erreicht, wie ein Blick in die Statistik zeigt: Im Jahr 2024 wurde am 9. Juni mit 2014 Besuchern der höchste Wert erreicht, im Jahr 2023 wurden am 18. Juni 2100 Besucher gezählt.
Eine Kombination aus einem Sonntag und Temperaturen von 35 Grad hatte Ende Juni für den Rekord gesorgt. Seit dem großen Ansturm habe man nun mehrfach die Situation vor Ort begutachtet. „Wenn normales Sommerwetter ist, dann reicht der Parkplatz aus“, ordnet Grein ein. Die Putzkolonne ist seit dem heißen Sonntag nun auch mittags im Einsatz.
Hinsichtlich der Sicherheitsfirma geht man fein dosiert vor: Der Wetterbericht kündigt für kommende Woche wieder einen heißen Samstag und Sonntag an. Ein Angebot von einer Sicherheitsfirma habe man schon eingeholt, so Grein. Im Zweifel würde dann am Montag entschieden, dass über das Wochenende von Freitag bis Sonntag zwei Security-Kräfte im Einsatz sind. Bislang musste die Badallee auch noch nicht gesperrt werden. Doch sollte es wieder zu einem Ansturm der Badegäste kommen, würden diese im Zweifel schon vor der Einfahrt in die Straße informiert werden, dass die Parkplätze belegt sind.
Natürlich wären dauerhaft 2600 Badegäste für das Kandeler Schwimmbad zu viel. Aber die Werkleiterin geht nicht davon aus, dass eine solche Zahl an vielen Tagen erreicht wird. Über Maßnahmen wie beim Wörther Badepark, wo künftig eine Ampel auf der Homepage informiert, ob die Höchstzahl an Badegästen erreicht ist, denkt man in Kandel deshalb nicht nach. „Dann müssten wir spontan reagieren“, sagt Grein. „Aber wir haben ja eine große Liegewiese. Es ist ja nicht jeder im Wasser.“