Kreis Germersheim Von Energiewende weit entfernt

2011 beschloss die Bundesregierung die Energiewende. Nach fünf Jahren zieht der Energiebotschafter der Metropolregion „Rhein-Neckar“, Günter Logé (Grüne), eine Bilanz für den Kreis Germersheim: Was wurde erreicht? Wo besteht noch Handlungsbedarf?
Ziel war und ist es die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent zu verringern. „Bisher haben wir bundesweit leider nur 27 Prozent erreicht“, so Logé. Noch schlechter sehe es in der Südpfalz aus. Hier wurden nur etwa 15 bis 20 Prozent reduziert. Außerdem verfügen nur die Städte Germersheim, Landau, Wörth und die Verbandsgemeinde Landau-Land über Klimaschutzkonzepte, beziehungsweise der Kreis Germersheim über ein Teilklimaschutzkonzept. Ebenso liege der Beitrag der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in der Südpfalz bei nur rund 18 Prozent, so Logé – im Vergleich zum 27 Prozent bundesweit. Des Weiteren sei die Südpfalz zu 80 Prozent bei der Wärme und zu 95 Prozent bei den Kraftstoffen vom globalen Energiemarkt abhängig. Die Südpfalz könne aber von der Energiewende wirtschaftlich und ökologisch profitieren. Dies betrifft insbesondere die Bereiche: Stromeinsparung, Solarstrom, Windenergie, Wärmewende, Gebäudesanierung und Mobilität. „Die Energiewende ist kein Selbstläufer. Sie kann nur mit dem Engagement aller gelingen“, so Logé. Sowohl Politik, Gesellschaft und Wirtschaft müssten sich einbringen. „Wir sind bisher weit unter unseren Möglichkeiten zurück geblieben“, bedauert Logé. Es gelte unsere ökologischen und energetischen Hausaufgaben zu machen. Die Energieagenturen im Land, von denen dieses Zahlenwerk stammt, helfen und beraten die Kommunen bei dieser Aufgabe. Außerdem gebe es genügend Energieberater, die auch privat kompetent helfen können. „Als Energiebotschafter der MRN für den Landkreis Germersheim sehe ich es als meine Pflicht aufzurufen und zu appellieren. Denn es gibt keine Alternative für unsere globale und lokale Zukunft, so Logé. |rhp