Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Umzug der Kreisverwaltung: Nach der Entscheidung ist vor dem Kistenpacken

Die Kreisverwaltung in Germersheim. Der modernere Teil, rechts im Bild, wird verkauft und dann abgerissen.
Die Kreisverwaltung in Germersheim. Der modernere Teil, rechts im Bild, wird verkauft und dann abgerissen.

Das eindeutige „Ja“ zum Großprojekt wird dann wichtig, wenn es einmal ruckeln sollte.

23 Minuten. Genau so lange hat der Kreistag Germersheim benötigt, um zwei Meilensteine in der Geschichte des Kreises auf den Weg zu bringen. Das wäre zum einen der Verkauf des 50er-Jahre-Gebäudes, also des neueren Teils des Verwaltungsgebäudes am Luitpoldplatz, an die Sparkasse. Und das wäre zum anderen der Umzug aller Mitarbeiter der Kreisverwaltung an mehrere neue Standorte, manche davon sogar schon innerhalb der nächsten Monate.

Dank guter Vorbereitung waren keine Diskussionen und Wortmeldungen mehr notwendig: Die Kreistagsmitglieder stimmten nicht nur einstimmig für Verkauf und Umzug, sondern auch noch ohne Enthaltungen. Offensichtlich haben die beiden Konzepte sie überzeugt.

Gut, dass das Startsignal so eindeutig gefallen ist. Denn nach der Abstimmung ist vor dem Kistenpacken. Für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung am Luitpoldplatz ist der Umzug, der schließlich bis 30. Juni abgeschlossen sein soll, in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Dazu gehört zum Beispiel, dass es bald keine eigenen Schreibtische mit liebevoller Deko mehr geben soll, sondern eher Rollcontainer, die möglicherweise täglich zu einem anderen Tisch geschoben werden.

Doch auch die Logistik stellt hohe Ansprüche. Es wäre das erste Großprojekt, an dem es nicht an der einen oder anderen Stelle einmal ruckelt. Dann ist es gut, wenn Landrat Martin Brandl darauf verweisen kann, dass dieser Weg einstimmig eingeschlagen wurde.

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