Kandel RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtfest: Das wird für den Eintritt geboten

Nach dem Stadtfest 2023 werden die Preise für das Stadtfest 2025 nicht erhöht.
Nach dem Stadtfest 2023 werden die Preise für das Stadtfest 2025 nicht erhöht.

Ab 29. August ist es wieder so weit: 200 Künstler stehen auf drei Bühnen. Dabei gibt es diesmal eine große Veränderung. Und natürlich ist das alles nicht umsonst.

2017 war das Kandeler Stadtfest noch eines der ersten Feste, bei dem Eintritt verlangt wurde. Damals wurden zwei Euro pro Tag oder fünf Euro für die drei Tage angesetzt. Diese Praxis behielt man 2019 bei. Der zwei Jahresturnus musste wegen der Coronapandemie unterbrochen werden: Das Stadtfest 2021 fiel aus. 2023 gab es wieder ein Event, das wegen der lange unklaren Haushaltslage mit sehr heißer Nadel gestrickt wurde.

Nun steht in der Bienwaldstadt nach dem großen Jubiläumsprogramm zum 875. Geburtstag im Mai auch noch das Stadtfest an. Dank guter Kalkulation und zum Beispiel dem Eintrittsgeld für den Festakt könne Kandel das stemmen, sagt Bürgermeister Michael Gaudier. So habe man sich in der Stadtspitze vorher gefragt, was an Einnahmen von Sponsoren überhaupt möglich sei und dann entsprechend geplant. Man habe das Jubiläum 12 Tage lang gefeiert und sei schließlich mit Kosten von 20.000 Euro für die Stadt herausgegangen.

Bratwurst soll bezahlbar bleiben

Die gute Nachricht für die Besucher des Stadtfests lautet also: Die Eintrittspreise bleiben wie 2023, sagt Organisator Markus Eisel gegenüber der RHEINPFALZ. Das bedeutet: Alle über 14 Jahren zahlen pro Tag drei Euro. Dafür bekommen sie an drei Tagen auf drei Bühnen plus einer Partyzone viel geboten. „Ohne Eintritt wäre das nicht mehr zu stemmen“, sagt Eisel. Man wolle ja auch Qualität bieten, was die Bands angeht. Ansonsten müsste man die Standgebühren erhöhen, was sich vermutlich in höheren Preisen für Bratwurst oder Schorle niederschlagen würde. In Summe kämen Familien mit sechs Euro Eintritt für die Eltern wohl günstiger weg, schätzt Eisel.

Das Sicherheitskonzept besteht schon seit 2003. „Es ist vom Prinzip her gleich geblieben und verstärkt worden“, erläutert Eisel. Deshalb gibt es auch eine große Veränderung im Vergleich zu 2023: Die größte Bühne steht jetzt auf dem Marktplatz. Dafür wurde der Standort in der Landauer Straße aufgegeben. Dort wäre ein Rettungsweg für die Feuerwehr in der Schleppkurve schwierig gewesen. Dafür bietet der Marktplatz den Vorteil, dass man dort auch Sitzplätze einrichten kann. Dies spielt vor allem bei den Chorkonzerten eine Rolle. Insgesamt rechnet man mit zwischen 12.000 und 15.000 Besuchern, so Eisel, der voll des Lobes für die Zusammenarbeit mit der Stadtspitze, dem Marktmeister, dem Ordnungsamt, dem Bauhof und anderen Beteiligten ist.

Das Programm

Die große Bühne befindet sich auf dem Marktplatz. Dort macht am Freitag, 29. August, die Stadtkapelle Kandel den Auftakt mit Blasmusik (17.45 Uhr), gefolgt von „Whats’s up“ mit Musik der 1970er (19 Uhr) und der Abba-Show Baba-Explosion (21.30 Uhr). Der Samstag startet um 15 Uhr mit dem Begegnungsfest. Dabei präsentiert die Tanzportschule Yaroslava aus Germersheim ein buntes Tanzkonzert, bei dem auch die Gruppe Munira orientalische Tänze bietet und der Chor Nadija Lieder auf Ukrainisch und Deutsch singt.

Danach wird es nostalgisch mit den „Wonderfroileins“ und Musik der 1950er und 1960er (19 Uhr) und „Boppin B.“, die „Best of Rock ’n’ Roll“ bieten (21.30 Uhr). Am Sonntag, 31. August, findet um 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit den christlichen Kirchengemeinden Kandels statt. Danach bieten die Bienwald Oldies gepflegte Blasmusik (12 Uhr), bevor mit „Albatenso" (13.30 Uhr) und den „Modern Voices“ (14.30 Uhr) zwei Chöre auf der Bühne stehen. „Indian Summer“ bieten schließlich Pop und Rock der 50er bis 80er (16 Uhr), bevor die Bühne dem „Woifeschdkänisch“ gehört (18 Uhr).

Noch zwei weitere Bühnen

Die VR-Bank-Bühne steht an der Ecke von Hauptstraße und Bahnhofstraße. Dort spielen am Freitagabend mit „The Spell“ zunächst junge Künstler Klassiker aus Rock & Pop (18 Uhr), gefolgt von dem Party-Rock der „Bombshells“ (21 Uhr). Am Samstag macht der Acoustic Pop der „Three Chords“ den Anfang (18 Uhr), danach verspricht die „Speetschicht Party“ mehr (21 Uhr). Den Anfang am Sonntag machen „Tiefenklang“ mit poetischem Pop (14 Uhr), bevor Knut Maurers „Rhythm & Blues Zirkus“ auf der Bühne steht (15.30 Uhr) und die „Brunnebutzer“ das Beste aus Soul und Mowtown bieten (18 Uhr).

Auf der Sparkassenbühne in der Gartenstraße gibt es am Freitag mit „Acoustic Drive“ zuerst Frauen-Power mit Gefühl (18 Uhr), bevor die selbsternannten Rockfeinschmecker „Fused“ auf der Bühne stehen (21 Uhr). „Birch Tree“ spielen am Samstag „Querbeat“ (18 Uhr), gefolgt vom Deutschrock von „SaftWerk“ (21 Uhr). Mit der Puzzle-Band der Lebenshilfe startet der Samstag um 13 Uhr, bevor das Bienwald Rock Orchester mit 25 Gitarren und einem Schlagzeug auf der Bühne steht (15 Uhr). Den Abend bestreiten „Rudy Bax“ mit einem Ed Sheeran Tribute (17 Uhr) und „The Journey Experience“ (19 Uhr).

Beim Schuhhaus Grahn befindet sich die Partyzone, in der DJs auflegen: DJ Lunex & DJ Tennic legen am Freitag ab 18 Uhr Charts, House und Dance auf. Den Samstag bestreiten DJ Sven Moo (18 Uhr) und Patrik Plavcic Gordon Raddei mit House, Electro und Techno (20 Uhr). Den Abschluss macht am Sonntag „Schorlegewitter“ mit DJ Danny de Vino, der ab 14 Uhr Charts, Dance und Party bietet.

Außerdem ist am Sonntag ab 13 Uhr Kinderspielfest am Plätzel, dann werden auch die Preise vom Malwettbewerb anlässlich des Stadtjubiläums übergeben. Veranstalter des Stadtfestes sind die Stadt Kandel, der Wirtschaftsraum Kandel sowie der Verein Kukuk (Kunst und Kultur in Kandel).

Die drei Bühnen plus Partyzone sind in der Innenstadt verteilt.
Die drei Bühnen plus Partyzone sind in der Innenstadt verteilt.
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