Kreis Germersheim Schulen stehen „unter Strom“

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Lehrer reagieren unterschiedlich auf die Vorgaben aus Mainz

Bis Montagmorgen wussten viele Schulleiter nur das, was sie am Sonntag in den Nachrichten gehört hatten. Im Lauf des Vormittags gingen dann mehrere E-Mails der Schulbehörde und des Bildungsministeriums ein, wie sie die Tage bis und nach den Weihnachtsferien händeln sollen. An den rheinland-pfälzischen Schulen ist die Präsenzpflicht ab Mittwoch ausgesetzt. Schüler, die zuhause bleiben können, sollen zuhause bleiben. Für die anderen bleiben die Schulen offen. Fernunterricht findet in den drei Tagen nicht statt, heißt es in einem Schreiben, das um die Mittagszeit rausging. Axel Weinstein, Leiter der IGS Rheinzabern, geht davon aus, dass die meisten Kinder zuhause bleiben. Wie die Betreuung für die Anderen laufe, soll am Dienstag entschieden werden. Fernunterricht sei an der IGS für die drei Tage derzeit nicht geplant, allerdings schreiben die Abiturienten im Lauf der Woche noch Kursarbeiten. „Wir stehen alle unter Strom. Es kann sich stündlich was ändern, es ist nicht einfach den richtigen Weg zu finden“, “, sagt der Schulleiter.

„Die Lehrer verrichten bis Freitag ihren Dienst an den Schulen“, berichtet Jörg Engel, Leiter der IGS Wörth. Auch an seiner IGS soll es Notbetreuung, aber keinen Fernunterricht bis Freitag geben. Eine Elternabfrage, wer seine Kinder zur Schule schickt oder nicht, läuft seit gestern an der IGS Rülzheim: Wenn sich entsprechend viele zurückmelden, finden Unterrichtsformen vor Ort statt, sagt Schulleiter Jürgen von Randow. Die Schüler zuhause rufen Aufgaben über Lernplattformen ab. Das habe er mit der Schulbehörde so abgestimmt.

Auch die Germersheimer Richard-von-Weizsäcker-Realschule plante gestern mit Homeschooling-Angeboten über Lernplattformen, E-Mail und Videokonferenzen für Mittwoch und Donnerstag. Es soll laut Schulleiter Johannes Müller ein Testlauf für den Fernunterricht im neuen Jahr sein. Den schreibt die Landesregierung für alle Schularten vom 4. bis 15. Januar vor. Die Lehrer sollen Vorarbeiten für diese Phase treffen. „Wir testen, trainieren und bereiten das die kommenden Tage vor, um zu sehen, wo es noch hakt.“

Laut Jürgen von Randow hakt es noch immer an der Digitalisierung: „Wir kriegen den Fernunterricht logistisch hin, aber es gibt Optimierungsbedarf.“ Bei einigen Endgeräten, die über das Soforthilfeprogramm in den vergangenen Wochen an die Schulen ausgeliefert wurden, sei die Software noch nicht aufgespielt. Die Abiturienten bereiten sich übrigens bereits jetzt im Homeschooling auf die Prüfungen vor. An den Terminen soll laut Bildungsministerium nicht gerüttelt werden: „Wir schreiben am 7. Januar die erste Arbeit“, so von Randow.

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