Kommentar
Schon lange eine Transitregion

Im ganzen Kreis sinken wegen Corona die Verkehrszahlen, nur auf der Rheinbrücke Germersheim liegen sie weiter über Vor-Corona-Niveau. Der Grund liegt auf der Hand: Die beiden Brücken links und rechts der Germersheimer Brücke wurden 2019 (Rheinbrücke Wörth/Karlsruhe) und 2020 (Rheinbrücke Speyer) saniert. Erst in einem Jahr wird absehbar sein, ob bei Germersheim die Verkehrszahlen dauerhaft über das Niveau vor den Sanierungen steigen: vielleicht ja auch nur, weil sich einige Autofahrer an die Strecke gewöhnt haben.
Längst gewöhnt haben sich die Lastwagenfahrer an die Strecken durch unsere Region: Je nach Streckenabschnitt ist jedes 5. bis 7. Auto auf den Bundesstraßen und Autobahnen ein Laster. Sicher steuern viele von ihnen Ziele in der Südpfalz an. Aber rund 3000 Lastwagen täglich am Grenzübergang auf der Bienwald-B-9 machen deutlich, dass vor allem der Südkreis eine Transitregion ist. Aber das ist nichts Neues: Nur dass früher der Transportverkehr über die großen Bahnhöfe in Wörth und Winden abgewickelt wurde.
