Meinung: Schauffele-Projekt: Keine rosigen Aussichten
Die Wörther CDU hat das ehrgeizige Schauffele-Projekt schon lange kritisch gesehen. Im Wahlkampf hat sie angekündigt, dass sie das Vorhaben stoppen werde, sollte sie die Wahl gewinnen. Von der Mehrheit der Wähler hat sie dafür das Plazet erhalten. Dass die Christdemokraten diesen Schritt nun mithilfe ihres Juniorpartners FWG vollzogen haben, ist konsequent und ehrlich.
Der Doppelhaushalt 2025/2026, den der Stadtrat Anfang kommenden Jahres beraten und beschließen muss, wird der Stadt kaum Luft zum Atmen lassen. Ein dickes Minus ist sicher. Kostspielige Projekte sind damit tabu. Die finanzielle Situation der Stadt wird sich aller Voraussicht nach auch nicht allzu schnell verbessern. Für die Zukunft sind das keine rosigen Aussichten. Denn eines ist klar: Mit dem Stopp des Schauffele-Projekts ist kein einziges Problem gelöst.
Den mit der geplanten Verlagerung der Sportstätten auf das Schauffele-Gelände verbundenen Bau von Wohnungen auf dem Dorschberg wird es nicht geben. Wohnraum bleibt also knapp in Wörth. Der Zustand der Sportanlagen ist alles andere als gut. Erst vor wenigen Tagen gab es einen Hilferuf des Turnvereins. Auch Fußballer und Tennisspieler haben durchaus Grund zur Klage. Die Entwicklung des Dorschberg-Zentrums: viel Wunschdenken. Und was wird aus dem Schauffele-Gelände? Keiner weiß es. Sicher ist nur: Allzu schnell wird dort nichts passieren.
