Kreis Germersheim Schüler schlagen Brücke zu Deutschland

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Germersheim

. Nachdem im Mai eine Schülerdelegation aus Deutschland, Polen und der Schweiz mit dem „Comenius“-Programm in der Türkei zu Gast war, besuchte nun eine Gruppe von 23 Schülern die Berufsbildende Schule (BBS) Germersheim-Wörth. Für sechs Tage reisten jeweils acht Schüler aus Polen und der Schweiz sowie sieben Schüler aus der Türkei gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrkräften per Bahn und dem Flugzeug an; gestern hieß es schon wieder Abschied nehmen. Uwe Kleu, Lehrer an der BBS sowie Comenius-Projektleiter für Deutschland und seine Kollegen boten den Gästen ein Programm aus Firmenbesuchen, Unterrichtspräsentationen, Stadtführungen, Sportveranstaltungen sowie gemeinsamen Unternehmungen wie etwa Pizza backen oder eine Fahrt mit dem Römerschiff. „Wir haben vier Gruppen zu je acht Schülern gebildet. In jeder waren immer jeweils zwei der gleichen Nationalität“, erklärt Kleu. Die Schüler erhielten den Auftrag, sich über die Berufsfelder Friseur, Bäcker, Kfz-Mechatroniker oder Groß- und Außenhandelskaufmann zu informieren. Hierfür wurden zunächst in Gruppenarbeit Interviewbögen erstellt, die Interviews in den Betrieben selbst geführt und im Anschluss daran, die Ergebnisse präsentiert. „Wir waren erstaunt darüber, dass sich die Schüler in den gemischten Gruppen so schnell zusammengefunden haben, und dass alles so gut geklappt hat. Die Verständigung auf Englisch war auch kein großes Problem“, erzählt Kleu. Nach dem Motto des Comenius-Projekts „Nicht nur Brücken bauen, sondern auch nutzen“ war der Besuch in Deutschland nach Kleus Auffassung für alle sehr wichtig. Die Schüler fungierten hierbei als Multiplikatoren. „Ich bin mir sicher, dass sie ihren Mitschülern alles von der Reise berichten werden. Ihre positiven Eindrücke, aber auch ihre Einsicht und ihr Verständnis für fremde Kulturen.“ Bilal Cen (18) aus der Türkei war von seinem Aufenthalt in Deutschland begeistert. Diese Reise habe seinen „Blick für die Welt verändert“. Die Deutschen seien nicht so „cool“, wie er dachte, sondern viel freundlicher und herzlicher. Magda Borowska (18) aus Polen ist dankbar für die Erfahrung, ein anderes Land und eine andere Kultur kennenzulernen. Sie habe bereits neue Freundschaften geschlossen. Carolin Heer (20) aus Deutschland, Schülerin der BBS, ist glücklich darüber, am Projekt teilzunehmen. Sie sei im Sommer in der Türkei mit dabei gewesen und lernte eine für sie komplett neue Kultur kennen. Jakob Zahradnik (16) aus der Schweiz erlebte bei seinem Besuch in Deutschland nur Positives, wie er sagt. Die Kontakte zu den anderen Schülern wären für ihn eine Bereicherung. Das Daimler-Werk in Wörth habe ihn sehr beeindruckt. Weitere Schülerdelegationen werden im März und Mai 2015 in Polen und in der Schweiz erwartet. (smoh)

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