Kreis Germersheim
Rheinbrücke: Sanierung führt zu Verkehrsverlagerung
Während der Sanierung der Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe wurde wieder die zentrale Bedeutung der Verbindung der Südpfalz nach Karlsruhe deutlich. Nicht nur wegen der langen Staus. Und auch nicht nur, weil viele Fahrer auf die immerhin 27 Kilometer entfernte Germersheimer Brücke ausgewichen sind. Vielmehr schlug die Baustelle Wellen weit ins Verkehrsnetz der Südpfalz hinein. Dies lassen die Zahlen der ständigen Zählstellen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erkennen.
Auf der A 65 bei Kandel, auf der B 9 beim Grenzübergang Bienwald und bei Rülzheim nahm der Verkehr um rund 4 Prozent ab. Bei Schwegenheim hingegen waren sie nahezu unverändert. Die Verkehrszahlen werden an automatischen Zählstellen ermittelt. Die Fahrzeuge werden beispielsweise mit Induktionsschleifen in der Fahrbahn erfasst. Je nach Gerätetyp können Zahlen für bis zu neun verschiedenen Fahrzeugarten unterschieden werden.
Die Zählstelle an der A 65 bei Kandel passierten im Jahr 2019 rund 44.100 Fahrzeuge, fast 2000 weniger als 2018. Davon waren 17 Prozent Fahrzeuge des Schwerverkehrs – darunter fasst die Bundesanstalt für das Straßenwesen Lastwagen über 3,5 Tonnen, Sattelkraftfahrzeuge und Busse zusammen.
Beim Grenzübergang Bienwald an der B9 wurden von den automatischen Zählern rund 11.100 Fahrzeuge erfasst, davon 30 Prozent Schwerverkehr. In Rülzheim lag die „Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke“ (DTV) 2019 bei 24.400, zum Schwerverkehr lagen keine Daten vor. Bei Schwegenheim waren es im Mittel 41.700 Kraftfahrzeuge täglich, davon 13 Prozent Lkw und Busse.
Auf der Rheinbrücke Germersheim stieg die „Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke“ um 24 Prozent oder 4000 Fahrzeuge auf 20.049. Der Schwerverkehrsanteil betrug 2019 elf Prozent. Für die Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe liegen wegen der Sanierung für 2019 keine Zahlen vor.