Wörth Rhein-Hochwasser: Polder geflutet, Scheitelwelle am Abend erwartet
Das Hochwasser auf dem Rhein wird am maßgeblichen Pegel Maxau gegenüber von Wörth am Sonntagabend seinen Höhepunkt erreichen. Erwartet wird ein Pegelstand von 8,30 bis 8,40 Meter, so die Prognose der Hochwasser-Vorhersagezentrale Karlsruhe. Das entspricht einem Hochwasser, das statistisch alle 5 Jahre vorkommt.
Am Pegel Speyer kommt die Scheitelwelle am Montag um die Mittagszeit mit knapp 7,80 Meter an, am Pegel Mannheim in der Nacht zum Dienstag mit etwa 8,30 Meter.
Wasser läuft in die ersten Polder
Unterdessen füllen sich am Pfälzer Rheinufer die ersten ungesteuerten Rückhalteräume, in die das Wasser ab einem bestimmten Pegelstand von alleine seinen Weg findet: seit 6.15 Uhr in den Polder Wörth-Jockgrim, seit 11 Uhr in den Rückhalteraum Neuburg, so Wolfgang Reichelt, Betriebsleiter beim Entwässerungsverband Obere Rheinniederung. Er geht nicht davon aus, dass diese Rückhalteräume komplett voll laufen. Die gesteuerten Polder müssen voraussichtlich nicht genutzt werden, erwartet Reichelt.
Deiche bereits durchnässt
Besonders geachtet werden müsse in den nächsten Tagen auf die Deiche. Denn es wird erwartet, dass das Hochwasser nach dem Überschreiten des Scheitels für 3 bis 5 Tage zwischen 7,50 bis 8 Meter stehen bleibe. Diese Wassermasse drückt auf die Deiche, die bereits durchnässt sind.
Außerdem steigt bei anhaltendem Hochwasser der Grundwasserspiegel und des kann vermehrt Druckwasser auftreten. Dafür reiche aber die Kapazität der Schöpfwerke gut aus, so Reichelt.
