Kreis Germersheim Nitsche: Lehrer mit Impfstoff-Resten versorgt – Land macht Impfangebote

Nitsche: Nur Restmengen an Lehrer verimpft.
Nitsche: Nur Restmengen an Lehrer verimpft.

Kreistags-Mitglied Dennis Nitsche (SPD) hat seine Aussage zu Impfungen von Lehrern in Baden-Württemberg aus der Kreisausschuss-Sitzung von Montag genauer ausgeführt. Er hatte im Kreisausschuss gesagt, Baden-Württemberg ignoriere zwar die bundesweite Vorgabe zur Impfpriorisierung, aber noch kein Lehrer habe einen Impftermin (wir berichteten). Dem hatten Lehrer von weiterführenden Schulen aus dem Nachbarland widersprochen, die selbst beziehungsweise deren Kollegen bereits geimpft seien.

Impfungen aus Restmengen beziehungsweise Überangebot kämen nur in Einzelfällen vor, eben wenn es irgendwo Reste gibt, so Nitsche am Mittwoch. Der Regelfall sei das aber gerade nicht. Dass alle Lehrer an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg geimpft würden, wie von Landrat Fritz Brechtel (CDU) im Wahlkampf behauptet, stimme eben nicht. Es seien nur Einzelne, bei denen Restmengen verimpft wurden. „Was ich meinte, ist die priorisierte Impfung, das heißt, dass alle Lehrer an weiterführenden Schulen standardmäßig bereits geimpft seien oder zumindest verbindliche Termine hätten“, so Nitsche.

Zumindest allerdings haben Lehrkräfte an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg ein Impfangebot – wenn es zurzeit wegen der Fragen zum Impfstoff von Astrazeneca auch ausgesetzt ist. Das Sozialministerium in Stuttgart hat bereits am 23. Februar allen Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern im Land in einem Brief mitgeteilt, dass sie ab sofort einen Impftermin in einem Impfzentrum buchen können. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte damals: „Ich habe mich bei den Beratungen der Gesundheitsminister dafür eingesetzt, dass auch Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher in die zweite Priorität vorgezogen werden. Dem sind meine Kolleginnen und Kollegen und der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefolgt. Wir in Baden-Württemberg gehen zudem über den Grundsatzbeschluss der Gesundheitsministerkonferenz noch hinaus und bieten allen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zur Impfung, nicht nur den Lehrern an Grund- und Förderschulen.“

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