Kommentar Nicht am falschen Platz
Die Blitzer stehen aus einem guten Grund auf der Rheinbrücke: Sie verhindern, dass vor allem die Lastwagen zu schnell über das empfindliche Bauwerk fahren. Denn rechts außen, wo die dicken Brummer unterwegs sind, waren ursprünglich Standspuren. Entsprechend dünn sind die Träger auch ausgelegt. Seit die Brücke dreispurig ist, damit sich der Verkehr nicht noch mehr staut, wirkt die größte Last auf die schwächsten Punkte.
Das ist keine gute Konstellation und um die Stöße der Räder zu mildern, wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit kontrolliert. Das funktioniert Richtung Pfalz ganz gut, wie die mit rund 9200 vergleichsweise geringere Zahl der Geblitzten zeigt.
Aber was um Himmelswillen ist in Richtung Karlsruhe los? Dort wurden im gleichen Zeitraum viereinhalbmal soviele Fahrer geblitzt. Am niedrigeren Tempolimit – 80 statt 100 Stundenkilometer – alleine kann das nicht liegen.
Vielleicht drücken viele Fahrer aufs Gaspedal, weil sie aus dem unfallträchtigen Wörther Trog herauskommen und die Engstelle hinter sich lassen wollen. Sie sind dann von der Engstelle gleich hinter der Brücke überrascht, wo aus drei Spuren zwei werden. Die teilweise haarsträubenden Brems- und Einfädelmanöver zeigen, dass ein Tempolimit sicher nicht falsch ist.
Bleibt zu hoffen, dass mit dem vielen Geld was Vernünftiges angefangen wird.
