Geschichten aus der Geschichte
Ludwig Erhard bei Wahlkampfveranstaltung im März 1971
Erhard erläuterte wenige Wochen vor den rheinland-pfälzischen Landtagswahlen im März 1971 in der Germersheimer Stadthalle zusammen mit dem südpfälzischen CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Leicht das Programm seiner Partei.
Erhard, ursprünglich Wirtschaftswissenschaftler und Professor in München und Bonn, war in den Jahren 1949 bis 1963 Wirtschaftsminister in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland und von 1963 bis 1966 Bundeskanzler. Er gilt als geistiger „Vater der sozialen Marktwirtschaft“. Bei dieser Wahlveranstaltung zeigte sich, wie zugkräftig der Name des Alt-Bundeskanzlers auch 1971 noch war. Denn die Germersheimer Stadthalle war voll besetzt und zahlreiche Besucher nahmen auch mit Stehplätzen vorlieb.
85,5 Prozent Wahlbeteiligung
Bei den Landtagswahlen am 21. März 1971 lag die Wahlbeteiligung bei über 83 Prozent auf Ebene des Landkreises, in Germersheim selbst gingen 85,5 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Im Kreis Germersheim erhielt die CDU 55,57 % der Stimmen, die SPD konnte 33,37 % auf sich verbuchen und die FDP erzielte 7,57 %. Die ebenfalls zur Wahl angetretene NPD erhielt 2,48 % der abgegebenen Stimmen, die KPD 0,63 %.