Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Die Einstellung von Herrn Ritter ist wohl aus seinem politischen Werdegang und durch sein derzeitiges Amt verständlich und deshalb auch unabänderbar. (...) Herr Fehr meint jedoch in seinem Einwurf „Wo der Wind weht“, noch eins draufsetzen zu müssen. Im Gegensatz zu seiner Ansicht, wird die Energiewende in absehbarer Zeit nicht ohne fossile Brennstoffe (Uran, Kohle, Braunkohle und Gas) auskommen. Weder Sonne noch Wind sind grundlastfähig und stehen somit nicht ständig zur Verfügung. Diese Fakten zu unterschlagen ist auch Fehlinformation und journalistisch nicht zu rechtfertigen. Der Vorderpfälzer braucht auch nicht der Strahlung von Atomkraftwerken zu entkommen, da es bisher weder in der Vorderpfalz noch im restlichen Bundesgebiet einen strahlungsrelevanten Zwischenfall gegeben hat. Im übrigen ändert kein einziges zusätzliches Windrad, wo auch immer, an der AKW-Situation in Deutschland irgendetwas. Der Ausstieg ist von einer großen Mehrheit im Bundestag längst beschlossen. Offensichtlich soll hier faktenwidrig Angst geschürt werden. Die Kohlekraftwerksdichte hält sich in der Vorderpfalz ebenfalls in Grenzen. Mit dem Smog, den Herr Fehr hier ausgemacht hat, kann man gerade noch so leben (...). Die Binsenweisheit, dass im Gebirge mehr Wind weht, scheint auch nicht überall gültig zu sein. Auf dem Taubensuhl sind die bisherigen Messergebnisse der Windhäufigkeit eher ernüchternd. Aber auch aus anderen Gründen sind Windräder im Pfälzerwald eher Nonsens als hilfreich. Die Windräder fallen nicht vom Himmel und wachsen auch nicht wie Bäume aus dem Boden. In einem Gebiet mit wenig Besiedlung und geringer Infrastruktur müssten große Flächen Wald für die Standorte der Anlagen geopfert werden, aber noch viel mehr Natur würde für die zu bauenden Zufahrten zerstört. Trassen müssten gebaut und Leitungen verlegt werden, damit der Strom dorthin kommt wo er eventuell gebraucht wird. Der Pfälzerwald würde als zusammenhängendes Waldgebiet sein Alleinstellungsmerkmal verlieren und das alles für ein paar Windräder, die weder am Klima noch an der „Energiewende“ auch nur einen Deut ändern. Es bleibt nur zu hoffen, dass ökologische Zwänge dies verhindern. Als ich den Artikel „84 Wörther Bürger ausgezeichnet“ am Dienstag las, war ich dermaßen enttäuscht, dass ich ersten Moment keine Worte fand! Deshalb schaute ich mir das Foto ganz genau an. Wurde aber nicht fündig! Den, den ich suchte und der eigentlich stellvertretend für seine Mitstreiter in der ersten Reihe stehen müsste, war Thomas Stuhlik! Wie kann man einen Bürger, der sich tagtäglich um die Hilfsbedürftigen kümmert (das eigentlich die Aufgabe der Stadt Wörth wäre) derart ignorieren und nebenbei mit einem lapidaren Satz erwähnen! Was manche Menschen nicht wissen, Stuhlik engagiert sich auch zusammen mit dem Mehrgenerationenhaus für Integration ausländischer Jugendlicher. Ich gönne jedem Mitbürger seine Auszeichnung von Herzen, aber mir fehlt jedes Verständnis über die Art , Bewertung und Ernsthaftigkeit einer solchen Auswahl. Meine Frage : Nach welchen Kriterien wird hier bewertet? Es mag ja sein, dass Herr Stuhlik für mache Leute im Stadtrat kein angenehmer Gesprächs- oder Verhandlungspartner ist, aber hier dürfen fairerweise keine persönlichen Ansichten zur Bewertung kommen! Letztendlich profitieren die Hilfsbedürftigen von seiner Hartnäckigkeit! Für mich spiegelt sich mit dieser negativen Vorstellung das soziale Engagement und die Nichtanerkennung der erbrachten Leistungen von Bürgern der Stadt Wörth wider! Ich schäme mich für diese Stadt! Was möchte uns unser Bürgermeister sagen, zum Beispiel dazu, warum das Bürgerhaus nicht fertig wird, obwohl bei seiner Amtsübernahme nicht mehr sehr viel zu tun anstand? Wie sollen wir seine verwirrenden Ausführungen über den Glockenturm verstehen, von dem er sagt, er sei reparaturbedürftig und kurz danach, dass er nicht weiß, ob die Arbeiten überhaupt nötig seien? Er sagt, es sei „blöd“, sparen zu müssen. Meines Erachtens ist sparsam sein ganz in Ordnung. Die Lösung liegt aber nicht in „Aktionen“, was auch immer das sein soll. Wer führt die durch? Wie soll das Ergebnis aussehen, zum Beispiel am Friedhof? Gibt es eine anständige Planung, die uns vor Verschandelung dieses schönen Wegs schützt? Wann werden die Bürgerinnen und Bürger über solche Vorhaben informiert, vor allem die Anlieger, deren Eigentum tangiert wird? Weiterhin verwirrt mich, dass er von einer „Aktion“ am Ortsausgang redet, wo es doch auf der Hand liegt, dass ohne den Landesbetrieb Mobilität hier nichts geht. Ganz unklar bleibt auch, welche Ideen unser Bürgermeister hatte, die er jetzt doch leider nicht verwirklichen kann. Gehören dazu die Bauplätze am Ende des Dorfes, die ganz weit oben auf seiner Agenda standen und nun nicht mehr erwähnt werden, auch nicht beim Neujahrsempfang? In einem gebe ich ihm Recht: „Es ist schlecht, wenn man das Dorf einschlafen lässt“, zum Beispiel gute, von Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen durchgeführte Projekte, wie den Bürgerbus, und nicht nach Möglichkeiten sucht, das Projekt weiterlaufen zu lassen, auch, wenn manche Elternteile ihre Kinder lieber mit dem eigenen Auto in die Schule fahren und aus dem Fahrdienst aussteigen. Vielleicht hätte Ersatz gefunden werden können, wenn informiert und gefragt worden wäre? Auch in Zukunft wird es Kinder geben, die nach Freckenfeld zur Schule fahren. Vielleicht gibt es ja auch andere bürgernahe Einsatzmöglichkeiten für unseren „Fuchsexpress“, der übrigens überwiegend mit Spendengeldern angeschafft wurde. Die Frage ist, will unser Bürgermeister den Bürgerbus oder nicht? Zum Dauerthema „Ruhe im Dorf“: was heißt „Ruhe“? Will er, dass Bürger kontrovers diskutieren – oder lieber nicht? Will er mit gutem Beispiel vorangehen? Dann wäre es gut, seine eigenen öffentlichen Aussagen daraufhin zu prüfen, ob sie eventuell dazu führen, dass ein großer Teil der Bürgerschaft beim Lesen starken Unmut verspürt und ob nicht er es ist, der diesen Unmut schürt? Fazit: ein langer Artikel, viele Worte, wenig Klarheit. Das haben unser Dorf und seine Bürgerinnen und Bürger nicht verdient.

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