Wörth Lastwagenwerk: Nachricht über Sparkurs sorgt für Unruhe
„Man muss klar sagen, Daimler Truck in Europa ist kein Sanierungsfall“, sagt Marc Tinger, erster Bevollmächtigter der IG Metall Landau, im Gespräch mit der RHEINPFALZ zu den Sparplänen des Unternehmens. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass der Lkw-Bauer Daimler Truck in Europa eine Milliarde Euro einsparen will.
Man sage „klar ’Nein’ zum Personalabbau“, so Tinger. Zudem gebe es im Lastwagenwerk Wörth den sogenannten Zukunftsvertrag 2030, der 2021 ausgehandelt worden war. „Wir sind gespannt, was der Vorstand da will, das muss er erstmal erklären.“ Denn: „Einfach nur sparen ist ja keine Strategie“, sagt Tinger. „Wir brauchen gute Produkte und zufriedene Kunden“, dazu brauche es eine gute Unternehmensführung.
Vergangenes Jahr habe es einen Tarifabschluss gegeben, „der der wirtschaftlichen Lage gerecht wurde“, sagt der Erste Bevollmächtigte. Vorab war auch die Belegschaft in Wörth auf die Straße gegangen. Die Gewerkschaft IG Metall habe in jüngster Zeit viele Mitglieder im Lastwagenwerk dazu gewonnen. „Wir sind in Wörth gut aufgestellt und in jedem Fall mobilisierungsfähig“, so Tinger.
Natürlich sorgt die neue Nachricht für Unruhe. Meldungen über einen Sparkurs „machen auch was mit der Belegschaft“, so Tinger. „Wir sind sehr aufmerksam und stimmen uns eng mit den Betriebsräten ab.“ Derzeit gebe es nur „diese Zahl“ von einer Milliarde Euro. Nun liege der Ball beim Management, das erkläre müsse „was sie sich vorstellen und mit welchem Ziel.“ Abschließend betont Tinger erneut: „Das ist ein gut aufgestelltes Unternehmen. Daimler Truck verdient Geld.“