Kommentar Langes Warten nervt

Dass Bahnübergänge und Signale modernisiert werden, ist eigentlich eine gute Sache. Bauarbeiten führen zu Lärm, Schmutz und Wartezeiten – das ist bekannt. Doch die Art und Weise, wie die Bahn mit Wartenden umgeht, ist eine Katastrophe. Kommunikation scheint ebenso wenig deren Stärke zu sein wie Pünktlichkeit. Schranken schließen sich, also muss ein Zug kommen. Doch wenn bis zu 20 Minuten verstreichen, nichts passiert, der Bahnmitarbeiter in seinem Zelt sitzt, auf Fragen nicht reagiert, ist es ein Wunder, dass es keine Unfälle gibt. Die Bahn würde alle Schuld von sich weisen, hat sie doch ein Schild mit Warnhinweisen aufgehängt. Doch das reicht nicht mehr. Sind Schranken länger geschlossen, muss das Wartenden mitgeteilt werden. Es gibt Anzeigetafeln mit Wartezeiten die herunter zählen. Andere Länder sind da viel weiter – wieder einmal.
